Balve: Erste Überraschungen und erneut ein großer Erfolg für Armin Schäfer
In dieser Woche geht’s um Medaillen und die Deutschen Meisterschaften in Balve stehen an. Dabei werden im Springparcours, im Dressurviereck sowie in der Para-Dressur die neuen Deutschen Meister gesucht, wobei sich gleich am ersten Tag einige Überraschungen entpuppten.
Aus baden-württembergischer Sicht hätte es im Springparcours wohl kaum besser laufen können. Im ersten Springen über 1,40 Meter lieferte erneut Armin Schäfer ab. Im Sattel von Drops van Overis galoppierte er den restlichen Teilnehmern davon und sicherte sich mit einer tadellosen Nullrunde in einer Zeit von 63,58 Sekunden den Sieg. Doch auf Platz zwei ging der baden-württembergische Jubel zugleich weiter und Elisabeth Meyer reihte sich mit Calvin FP (64,04 Sekunden) auf dem Silberrang ein. Alexander Schill freute sich mit Chelsea Gravelotte und Platz 15 ebenso über eine Platzierung. In der zweiten Abteilung landeten Franziska Ritter mit Chilli Chianti und Lukas Weiler mit Kilian auf den Plätzen zwölf und 14. Sie blieben ebenso abwurffrei.
Überlegene Dressurqueen
Im Dressurviereck stand gestern der „Einlauf-Grand Prix“ an, ein erster „Formcheck“. Denn um Medaillen geht’s erst am Samstag im Grand Prix Special. Die Nase vorn hatte aber zugleich das Favoritenpaar, Isabell Werth und Wendy de Fontaine. Die elfjährige Stute hatte seit Stockholm im November letzten Jahres kein Turnier mehr. Diese Pause scheint ihr aber gut getan zu haben. Hochmotiviert, noch gelassener als zuvor und noch ein bisschen selbstsicherer schnurrten sich die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele durch den Grand Prix. Absolute Highlights bildeten einmal mehr die Piaffen und Passagen. Aber auch die Galopptour gelang gelassen, wobei sie unter anderem in den lockeren Zweierwechseln und den Galopppirouetten Punkte sammelten. In den Einerwechseln schlich sich eine kleine Unterbrechung ein, das war aber der einzige große technische Fehler. Alles in allem verwiesen die beiden mit 78,3 Prozent ihren Mannschaftskollegen von Paris, Frederic Wandres mit Bluetooth OLD (76,7 Prozent) auf den zweiten Platz. Die beiden strotzten nur so vor Selbstsicherheit. Auf Rang drei landeten Katharina Hemmer und Denoix (75,1 Prozent). Auch dieses Duo liefert in letzter Zeit sehr konstante Runden, so auch in Balve. Auf Platz vier reihte sich Jessica von Bredow-Werndl mit dem erst zehnjährigen Diallo ein (73,9 Prozent). Im Piaff Förderpreis gelang Anna Schölermann mit ihren Pferden Bon Scolari und Springborgs Guardian ein starker Erfolg. Sie sicherte sich die Plätze eins und drei. Dazwischen schob sich Moritz Treffinger mit Cadeau Noir.
Platzierung für Noah Kuhlmann
Auch die Para-Dressurreiter sind in die Deutschen Meisterschaften gestartet. Dabei starten die Para-Dressurreiter in dieser Woche gesammelt in zwei Gruppen. Es werden einmal Medaillen für die Gruppe der Reiter aus Grad I bis III vergeben. In der Gruppe der Reiter aus Grade IV und V geht’s ebenso um Medaillen. In Gruppe 1 setzte sich in der ersten Prüfung Heidemarie Dresing mit Poesie überlegen an die Spitze (76,4 Prozent) und Melanie Wienand folgte mit 70,8 Prozent auf Rang zwei. In der zweiten Gruppe ging der Sieg an Isabell Nowak mit Siracusa OLD (73 Prozent) vor Regine Mispelkamp mit Pramwaldhof’s Bayala (72,2 Prozent). Auch Noah Kuhlmann schaffte es in dieser Prüfung in die Platzierung und reihte sich mit Staatslegende auf Rang vier ein (68,6 Prozent). Ein guter Start in die Deutschen Meisterschaften der Para-Dressurreiter!
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