Citation löst im Burg-Pokal das Festhallen-Ticket
Die gerade zu Ende gegangene Qualfikation zum Nürnberger Burg-Pokal lebte in Ludwigsburg von zwei Dingen: Qualitätvollen Nachwuchspferden und der Kommentierung von Dr. Dietrich Plewa, der neben Chefrichter Raphael Saleh bei C vor Schloß Monrepos Platz genommen hatte. Plewa, der heute übrigens Geburtstag feiert, begleitete die zwölf teilnehmenden Paare wie gewohnt fachmännisch durch den St. Georg Special. Den zahlreichen Zuschauern gab der internationale Richter Einblicke in die Besonderheiten des Dressursports. Das velieh der Burg-Pokal-"Quali" den idealen Rahmen. Der Sport selbst tat sein Übriges dazu.
Allen voran vollbrachte Nicole Wego-Engelmeyer am heutigen Tag eine Glanzleistung. Die Berufsreiterin, seit sechs Jahren bei der Familie Kasselmann in Hagen am Teutoburger Wald Zuhause, stellte die neunjährige Zack-Tochter Citation vom ersten Tritt an mit viel Ausdruck und Leichtigkeit vor. Bis zum Schlussgruß erlaubten sich die späteren Sieger keine Fehler. 75,415 Prozent leuchteten auf der Anzeigetafel im Anschluss auf. Wego-Engelmeyer war die Freude ins Gesicht geschrieben. "Das war feinstes Dressurreiten. Dieses Pferd bringt alles mit für den großen Sport. Der Reiterin ist es heute bestens gelungen die Stärken ihrer Stute herauszuarbeiten", lobte Dr. Plewa über das Mikrofon. Wego-Engelmeyer, die nach ihrer Babypause vor gut einem Jahr Citation übernommen hatte, entschied erstmals in ihrer Laufbahn eine Burg-Pokal-Etappe für sich. Über den Louisdor Preis war sie aber schon einmal für die Frankfurter Festhalle qualifiziert. Damals kam vor dem Start in der Bankenmetropole die Familienplanung dazwischen. "Dieses Mal wird das aber nicht passieren", schmunzelte die aus Wuppertal stammende Dressurreiterin am Monrepos.
Hinter ihr reihte sich Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee Schneider mit gleich zwei Pferden ein. Die achtjährige Salvina blieb vor Stallnachbar Flashback, der 2016 über die Münchener Auktion im Rahmen der DSP Hengsttage den Besitzer wechselte.
Wacker geschlagen hatte sich im Feld der großen Namen auch Moritz Treffinger mit seinem selbst ausgebildeten Treffinger's Superstition Old. Nach großen Erfolgen in Kreuth vor wenigen Wochen ritt der talentierte Junior im St. Georg Special mutig auf, nachdem U25-Mannschaftseuropameisterin Ann-Kathrin Lindner das Abreiten zuvor begleitete. 70,659 Prozent und Platz sechs waren aller Ehren wert. Treffinger scheint seinen Weg zu gehen, auch wenn man ihm bei der Nominierung zur Deutschen Jugend-Meisterschaft in dieser Saison ja einmal mehr außer Acht gelassen hatte... (FA)
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