Ludwigsburg: Die Landeszucht mischt im Grand Prix mit
Vor wenigen Minuten endete mit dem Grand Prix von Ludwigsburg die Auftaktprüfung der CDI4*-Tour beim ersten internationalen Dressurfestival am Monrepos. 17 Teilnehmer folgten dafür der Einladung der Familie Kasselmann - darunter gleich mehrere Championatsreiter. Schwedens erfolgreichster Dressurreiter Patrik Kittel entschied den Grand Prix im Sattel des erst neunjährigen Quaterback-Sohns Touchdown klar für sich. Besonders in Piaffe und Passage zeigte Kittels Hoffnungsträger sein Potential. 76,826 Prozent standen nach dem Schlussgruß zu Buche. Mit vier Prozent Abstand auf Hubertus Schmidt und Denoix PCH war der Sieg eine klare Sache. Wie Kittel schwärmte auch Schmidt von seinem Sportpartner: "Denoix hat alles in sich, um im großen Sport zu bestehen. Das hat er teilweise heute schon sehr gut zeigen können." Auf Platz drei führte Patrik Kittels Gattin Lyndal Oatley ihren in den Niederlande gezogenen Eros.
Dahinter griffen Pferde aus der Landeszucht in die Platzierung ein. Dorothee Schneiders First Romance, der Sieger des Burg-Pokals von 2018, trabte wie immer voller Energie und mit viel Schub aus der Hinterhand los. Fast schon übermotiviert startete "Roman" in die Galopptour, Wechselfehler kosteten wertvolle Punkte. 71,957 brachte Rang vier für das Pferd mit scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten. In die Platzierung - und dort auf Platz sechs - führte Lisa-Maria Klössinger, seit 2019 selbstständig in der Nähe von München, ihr langjähriges Erfolgspferd FBW Daktari (Z.: Helga Kornmayer). Der Württemberger ist mit seinen 16 Jahren derzeit in der Form seines Lebens. Fehler in der Zick-Zack-Traversale verhinderten einen Angriff auf die Spitze. DSP Dauphin (Z.: Ralph Vogel) vertrat darüber hinaus die Farben der Landeszucht. 69,587 Prozent gab es für den Damon Hill-Nachkomme unter Franziska Stieglmaier, Platz acht.
Nicht den besten Tag erwischten Baden-Württembergs Dressurreiter. Jasmin Schaudts Fano hatte spektakuläre Momente, mehrfach schlichen sich aber teure Fehler ein. Ann-Kathrin Lindners Sunfire war zwischenzeitlich "on fire". Im versammelten Schritt fand der San Amour-Sohn kaum zur Ruhe, ein Missverständnis in seiner Paradelektion, den Zweierwechseln, kam hinzu. Auch Nicole Caspers wieder genesene Birkhof's Don Röschen FBW war noch nicht in gewohnter Form.
Die CDI4*-Tour mündet in Grand Prix-Kür (Samstagnachmittag) sowie den Grand Prix Special am Sonntag. (FA)
Foto: Thomas Hellmann
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