Ralf Pawlowski wird neuer Regionalsprecher Württemberg
Gestern Abend hatte der Pferdezuchtverband Baden-Württemberg zur Regionalversammlung Württemberg geladen. Als wichtigster Tagesordnungspunkt stand die Wahl des Regionalsprechers auf dem Programm. Zahlreiche Züchter und Züchterinnen hatten sich auf den Weg in das Rasthaus Seligweiler gemacht. Edwin Schuster, bisheriger Regionalsprecher Württemberg und seit Oktober 2020 1. Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes, stellte sein Amt als Regionalsprecher zur Verfügung. Er wolle sich auf seine Aufgaben als 1.Vorsitzender konzentrieren und keine Ressourcen verschwenden. Eigentlich hätte die Wahl zum Regionalsprecher erst in drei Jahren angestanden. In seinem Bericht lobt Schuster besonders die schnellen und pragmatischen Entscheidungen während der Corona-Krise, durch die viele Veranstaltungen trotz der Auflagen stattfinden konnten. Außerdem sei die Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Süddeutschen Pferdezuchtverbände sehr gut. Die Züchter profitieren durch die starke Gemeinschaft, ohne die regionale Betreuung missen zu müssen. Durch die Wahl von Carsten Grill zum neuen Vorsitzenden der AGS und die Wahl in den FN Vorstand Zucht, ist Baden-Württemberg sowohl in der AGS, als auch auf höchster Ebene der FN nun wieder sehr gut vertreten. Schuster blickte außerdem auf die guten Ergebnisse des Marbacher Wochenendes und der DSP-Körung 2021 zurück. Ebenso lobte er das Landeschampionat in Weilheim. Nach der „Corona-Edition“ des Landeschampionats auf dem Birkhof im letzten Jahr sei klar gewesen: Der Verband möchte sein eigenes Championat! In Weilheim soll daher langfristig ein Championat für junge Pferde etabliert werden. Die Premiere dieses Jahr war mehr als gelungen, was nur durch die zahlreichen Sponsoren, Helfer und die Organisation durch das Team der Geschäftsstelle möglich war. Auch bei den DSP-Championaten in Darmstadt feierten die baden-württembergischen Züchter tolle Erfolge. Schuster resümierte: „Wir sind stolz darauf Mitglied der DSP-Familie zu sein, aber wir sind auch stolz darauf, Württemberger zu sein!“
Es folgten die Berichte der Zuchtleiter Dr. Carina Krumbiegel und Manfred Weber. Sie zeigten sich zufrieden mit dem vergangenen Zuchtjahr. Besonders erfreulich: Die Zahl der Warmblutfohlen stieg wieder über die 1000-er Marke. Diese wird wohl auch in diesem Jahr zu erreichen sein. Aktuell wurden bereits 851 DSP-Fohlen registriert, außerdem 440 Kaltblut-/Pony-/Kleinpferdefohlen. Mit der Landesstutenschau, erstmal im Rahmen des Landeschampionat und nicht am 3. Oktober, waren die Beiden ebenso zufrieden. Mit 95 Nennungen blieb das Nennungsniveau stabil, auch wenn die Klasse der Zweijährigen durch den frühen Termin wegfiel. Auch über aktuelle Themen die in den Gremien der FN besprochen werden, informierten sie. So haben die Leitlinien Einfluss auf die Körungstermine: Das Marbacher Wochenende und die DSP-Hauptkörung in München werden auf ihrem ursprünglichen Termin bleiben, die DSP-Körung in Neustadt/Dosse wird in den März verschoben. Außerdem wird die süddeutsche Ponykörung demnächst als Frühjahrskörung durchgeführt, die Haflingerkörung in München wird in den Dezember verschoben.
Auch Vermarktungsleiter Norbert Freistedt zeigte sich zufrieden mit dem letzten Jahr und auch mit dem ersten Halbjahr 2021. Sowohl das Marbacher Wochenende brachte ein sehr gutes Ergebnis, als auch der Fohlenmarkt in Riedlingen – das Ergebnis hier war so gut wie noch nie! Außerdem lobte er den Hengstmarkt der DSP-Hengsttage, der sich zu einem der führendsten in Deutschland entwickelt hat. Auch die Statistik bei den DSP-Fohlenauktionen in diesem Jahr kann sich sehen lassen: Zwischen 20 und 50% der Fohlen kamen bislang auf jeder Auktion aus Baden-Württemberg, 55 Fohlen wurden bereits verkauft, bei einem sehr guten Preisniveau.
Der Wichtigste Punkt auf der Tagesordnung war die Wahl des Regionalsprechers. Als einziger Kandidat wurde Ralf Pawlowski vorgeschlagen. Der 1. Vorsitzende des Pferdezuchtvereins Heidenheim züchtet selbst mit drei Warmblutstuten. Pawlowski sagte selbst, ihm sei die Verbindung zwischen den Zuchtvereinen und dem Vorstand besonders wichtig. Außerdem dürften man nicht immer so strikt in Ober- und Unterland trennen, es gäbe kein gegeneinander, sondern alle würden im selben Boot sitzen. Gegenkandidaten wurden keine vorgeschlagen. Mit 58 von 64 Stimmen wurde Ralf Pawlowski zum neuen Regionalsprecher ernannt. Er nahm die Wahl an und ist nun, kraft seines Amtes, Mitglied im Verbandsvorstand. (mst)
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