Der Dressurkrimi von Pforzheim
Das Dressurturnier von Pforzheim ist am Sonntag in einem wahren Dressurkrimi gemündet, einem starken Grand Prix mit Wimpernschlagfinale. Am Ende waren die Ränge eins bis sechs alle über der 70 Prozent-Marke, und dabei hätte die kompetent besetzte Jury (Hartwig Knapp, Horst Eulich, Gotthilf Riexinger) sogar noch etwas großzügiger sein können.
Alle hatten Dorothee Schneider auf der Rechnung, die Olympiasiegerin hatte die mittlerweile gereifte Hannoveraner Stute Fohlenhofs Rock’n Rose mitgebracht, zeigte einen Ritt in der gewohnt Schneiderschen Präzision mit den schönsten Galopp-Pirouetten der Prüfung: auf den Punkt und perfekt gesetzt sowie Einerwechseln so bergauf als ginge es auf den Feldberg. Die Stute begann ihre Karriere vor sieben Jahren übrigens mit einem Sieg in der Kleinen Tour von Pforzheim, damals unter Oliver Luze.
Aber es reichte nicht, als Jasmin Schaudt aus ihrem bunten Fuchs Fano alles herausholte. Der jetzt elfjährige Hannoveraner dopste förmlich durch die Halle, sprang am Schnürchen gezogene Einerwechsel. Mit 72,66 Prozent gewann sie die starke Prüfung vor dem Bayern Matthias Bouten und dem schönen Hengst Meggles Boston, Dorothee Schneider belegte mit 71,73 Prozent Rang drei vor Ann-Kathrin Lindner, deren Sunfire noch nicht ganz in der Form des letzten Jahres ist. Aber auf dem Weg dorthin. Das war Spitzensport auf internationalem Niveau.
Aus Landessicht überzeugten in diesem bemerkenswerten Grand Prix von Pforzheim außerdem Alexandra Stadelmayer mit dem zehnjährigen und deutlich verbesserten Dragoni und Martina Steisslinger auf Favory (rok/Foto: Doris Matthaes)
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