Pforzheim: Greta Grill mit besonderem Erfolg
Der Nürnberger Burg-Pokal ist an diesem Wochenende in eine neue Saison gestartet in Bezug auf die Anzahl der Starter noch etwas schüchtern. Das „schüchterne“ Niveau sollte aber nicht für die gezeigten Leistungen gelten. Einige vielversprechende, auch „neue“ Talente zeigten sich bei der ersten Qualifikation in Pforzheim.
Selbst gemacht zum Sieg
Die Geschichte, die Greta Grill und ihre aus der Familienzucht stammende Que Sera G verbindet, könnte man nicht schöner erfinden. „Ich war bei der Geburt dabei und gemeinsam haben wir uns das alles erarbeitet“, beschreibt Greta Grill, die in Pforzheim mit der Frühlingssonne um die Wette strahlte. Denn die beiden spielten in der ersten Qualifikation des Nürnberger Burgpokals ihre gemeinsame Routine aus und sicherten sich mit 69,6 Prozent den Sieg. Dabei punkteten sie besonders in der Galopptour mit unter anderem gut ins Bergauf gesprungenen Galoppwechseln. „Sie war heute beim Abreiten nicht ganz einfach, etwas aufgeregt und heiß. In der Prüfung hat sie sich dann voll auf mich konzentriert und alles gegeben. Das hat mich sehr gefreut“, schwärmte Greta Grill, die einmal in der Woche mit Nicole Casper trainiert und ansonsten von ihrer Mutter betreut wird. „Ihr Charakter ist besonders. Manchmal kann sie echt launisch sein. Wenn es um etwas geht, kämpft sie immer für einen. Ich kann auch alles mit ihr machen. Gestern war ich eine große Runde ausreiten und heute läuft sie dann dennoch eine tolle Runde“, erläutert sie. Neben dem Nürnberger Burgpokal möchte Greta Grill nun in dieser Saison auch weiter Erfahrung auf M**-Niveau sammeln. Nina Bäuerle hatte lange in Führung gelegen und mit 69,2 Prozent eine erste Messlatte gesetzt. Schlussendlich musste sich die Reiterin vom Badhof Bad Boll mit ihrer Faithful Hope und einer sicheren, harmonischen Runde mit Platz zwei zufriedengeben. Dieser Erfolg gibt der Schülerin von Stefanie Lempart sicherlich Rückenwind für den bevorstehenden Sichtungslehrgang zum Preis der Besten. Sophie-Luise Layer und Zaara VIP brillierten mit einer ausdrucksvollen Trabtour, wo sie noch in Führung lagen. Ein nicht ganz sicherer Takt im Schritt sowie ein versprungener Galoppwechsel ließen die toll sitzende und gefühlvoll reitende Reiterin vom RV Öhringen auf Rang drei zurückfallen (68,6 Prozent). Ein tolles Geburtstagsgeschenk für die junge Dame! Lucie Rosa Schuler komplettierte mit Daila (67,5 Prozent) das Podest. Der Nürnberger Burg-Pokal macht als Nächstes auf dem Mannheimer Maimarkt Anfang Mai Halt.
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