Ann-Kathrin Lindner: Die Europameisterin bleibt auf Kurs
So langsam realisiert Ann-Kathrin Lindner, was in der vergangenen Woche in Ungarn passiert ist. Als Einzel-und Mannschaftseuropameisterin kehrte die 24-Jährige letzten Freitag zurück ins Ländle. "Ein Erlebnis, dass ich nie vergessen werde", erzählt die U25-Reiterin heute in Donaueschingen. Während die Physiotherapeutin ihren "Goldjungen" Sunfire in die wohlverdiente Pause geschickt hat, übernimmt Routinier Flatley die nun anstehenden Turnierauftritte. Über den Schlosspark führt der anstehende Weg zur Piaff Förder-Preis Qualifikation in Ising nächste Woche. "Flatley ist ein Spaßmobil, ein echter Professor. Meine Aufgabe ist es ihn bei Laune zu halten", so Lindner. Ins Gelände reiten, Gymnastiksprünge und lockeres Galoppieren wäre in den letzten Tagen auf dem Programm gestanden. Das sollte wirken. Flatley zeigte sich beim CHI motiviert bis in die Ohrspitzen. Mit 71,569 Prozent setzte Lindner ihre Erfolgssträhne in der heutigen Intermediare II, international ausgeschrieben für U25-Reiter, fort. Weit durchgesprungene Wechsel, Pirouetten auf kleinstem Kreis und eine spannungsfreie Schritttour brachten den verdienten Sieg. Schwierigkeiten beim Einstieg in die erste Passage nahm die sympathische Heilbronnerin auf ihre Kappe: "Da wollte ich es ein bisschen zu schön machen", lachte Lindner im Anschluss an die Siegerehrung. Ansonsten gab es an der Runde der beiden nur wenig auszusetzen. Der Piaff-Preis kann also kommen.
Hinter dem Siegerpaar reihten sich Anna Magdalena Scheßl aus München mit Biedermeier sowie Carlotta Rogerson samt Famora aus der Schweiz ein. (FA)
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