Steffen Brauchle gewinnt in Lähden
Nach der Corona-bedingten Turnierpause hat die PSG Lähden auf der Anlage von Christoph Sandmann erstmals wieder ein Freiland-Turnier für Vierspänner, Zweispänner und Einspänner ausgerichtet. Für die Vierspänner und die Einspänner steht 2020 trotz Corona eine Weltmeisterschaft an, für die Vierspänner Anfang Oktober im niederländischen Valkenswaard, für die Einspänner Ende Oktober in Pau in Frankreich. Da Corona-bedingt viele Turniere ausgefallen waren, galt das Turnier in Lähden für die Ein- und Vierspännerfahrer bereits als WM-Sichtung. In allen Disziplinen waren Fahrer aus Baden-Württemberg am Start. Am besten schnitt Steffen Brauchle (Schöoss Kapfenburg) bei den Ponyvierspännern ab. Als Sieger in der Dressur und Zweiter im Gelände gewann er nach einer fehlerfreien Runde im Parcours die kombinierte Wertung vor Geländesieger Michael Bügener. Gesamtsieger der elf Vierspänner wurde der Australier Boyd Exell mit allerdings nur drei Punkten Vorsprung vor Georg von Stein (Modautal), Gastgeber Christoph Sandmann, Daniel Schneiders und Mareike Harm. Michael Brauchle wurde Sechster. Exell war in der Dressur Bester, das Gelände gewann Georg von Stein vor Christoph Sandmann und dem Emsländer Daniel Schneiders. Mit einer fehlerfreien Runde im Parcours sicherte sich Exell trotz mäßigem Rang vier im Gelände auch die kombinierte Wertung. Dazu Bundestrainer Karl-Heinz Geiger. „Häufig betrug der Abstand zu Boyd Exell fünfzehn oder mehr Punkte, Dieses Mal ist Georg von Stein recht dicht an ihn herangekommen. Das liegt in erster Linie an dessen stark verbesserter Dressur. Mit seinem neuen Pferd ist mehr Ruhe in die Vorstellung gekommen“. Unter den 15 Einspännern belegte der Gärtringer Kaderfahrer Jens Motteler mit der Stute Charlott Rang drei ganz knapp hinter Fokko Straßner (Schillerslage) und Klaus Tebbe (Neuenkirchen). „Die Fahrer hatten eine sehr lange Pause. Die meisten haben erst vor fünf oder sechs Wochen wieder begonnen, ernsthaft zu trainieren. Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden, insbesondere was die Dressurleistungen angeht. Das war ja immer unser Schwachpunkt, deshalb freue ich mich so über die Verbesserungen“, so die Bilanz des Bundestrainers Karl-Heinz Geiger zum Lähdener Turnier Anfang August, das auch 14 Springprüfungen umfasste. Mit Rücksicht auf die hohen Temperaturen war das Tempo im Gelände reduziert und bei einigen Hindernissen die Durchfahrt F gestrichen worden. Mitte September stehen erneut in Lähden die Deutschen Meisterschaften für Zwei- und Vierspänner (Pferde und Ponys an). (heo)
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