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von Mona-Sophie Wieland am Dienstag, 03.11.2026 um 18:45

Neue Ideen, großen Namen – Frankfurt setzt neue Akzente

Freuen sich auf die Festhalle: Rüdiger Rau (Parcourschef Vielseitigkeit), Matthias Rath (Turnierleiter), Katharina Hemmer (Dressurreiterin), Liselott Marie Linsenhoff (Charity-Programm), Frederic Tillmann (Springreiter), und André Omar Abu Insneineh (Nürnberger Versicherung, Vertriebswegeleiter Generalagenturen)  /  © Schafhof Connects

Bei der Auftakt-Pressekonferenz des 53. Internationalen Festhallen Reitturniers Frankfurt hatte Turnierchef Matthias Rath diverse Neuigkeiten zu verkünden. Aus dem Indoor-Derby wird eine echte Indoor-Vielseitigkeit. Der weltweit beste Vielseitigkeitsreiter hat seinen Start bereits angekündigt. Das Top 12 Dressage Final wird erneut in Frankfurt ausgetragen, dieses Mal erstmals unter dem Namen Dreame Top 12 Dressage Final und erstmals mit Mannschafts-Weltmeisterin und Einzelbronzegewinnerin Katharina Hemmer. Und zum zehnten Geburtstag des Lila Pferdes, dem Botschafter des IFRF, hat sich das Charity-Team rund um Ann Kathrin und Liselott Marie Linsenhoff spannende Innovationen ausgedacht.

Olympiasieger Michael Jung geht an den Start

Aus dem Test-Indoor-Event des vergangenen Jahres wird 2026 eine echte Indoor-Vielseitigkeitsprüfung, die USG Indoor-Vielseitigkeit presented by Equistro am Freitagabend. „Die Prüfung ist deutlich mehr an die Vielseitigkeit angelehnt als 2025, sie wird deutlich höher und schwieriger sein und deshalb haben wir jetzt auch einen internationalen Vielseitigkeits-Parcourschef dafür einbezogen.“ Der Parcourschef ist der Bundestrainer der Pony-Vielseitigkeitsreiter, Rüdiger Rau, der schon seit 2002 für die Indoor-Kurse bei der Stuttgarter Vielseitigkeit verantwortlich ist. An einer großen Leinwand erklärte der Vielseitigkeitsprofi detailliert, wie er den Kurs für die Festhalle entworfen hat, wie die Schleuse einbezogen wird und die Hindernisse in der Abreitehalle geplant sind. Rau freut sich über eine weitere Möglichkeit, den Vielseitigkeitssport auf großer Festhallenbühne präsentieren zu können und verkündete mit großer Vorfreude: „Ein Reiter hat bereits fest zugesagt und das ist kein anderer als der dreimalige Olympiasieger Michael Jung – einen besseren gibt es nicht.“

Derbysieger im Opernsaal

Die Parcours für die acht internationalen Springprüfungen gestaltet, wie im vergangenen Jahr, Olaf Petersen jun. „Wir und vor allen Dingen auch die Reiter waren unheimlich happy mit den Kursen“, betont Rath. „Sowohl in Frankfurt als auch in Hamburg – die Zusammenarbeit wollen wir auf jeden Fall beibehalten.“
Zum zweiten Mal wird Frederic Tillmann an den Start gehen, zum ersten Mal als Sieger des Deutschen Spring-Derbys von Hamburg. „In die Festhalle einzureiten ist wie in einen großen Opernsaal“, erklärt der Springprofi begeistert. Zwei oder drei Pferde werde er mit nach Frankfurt bringen. „Ich hatte etwas Verletzungspech mit meinen Pferden, aber zwei bringe ich sicher mit. Und mein Sohn hat sogar angeboten, dass er mir seinen Europameister für Frankfurt leiht.“ Sohn Lennard ist in diesem Jahr Mannschafts-Europameister der Junioren geworden, sein Bayernwallach Veltiner könnte also im „Frankfurter Opernsaal“ unter Vater Frederic zu sehen sein. Natürlich hat der Derbysieger ein großes Ziel: Beim Großer Preis von Hessen präsentiert von der Deutschen Vermögensberatung AG am Sonntag möglichst gut abzuschneiden. 
Wie im vergangenen Jahr wird auch 2026 das HR-Fernsehen den Großen Preis von 15.30 bis 17.30 Uhr live übertragen, zudem sind alle Prüfungen bei ClipMyHorse.tv zu sehen. 

Der Prickelmoment

Der DVAG-Finaltag beginnt mit dem 20. Finale des Nachwuchspferde-Grand Prix‘, des Louisdor-Preises, bevor sich die besten Reiter der Welt in der Kür des Dreame Top 12 Dressage Finals präsentieren. „Es macht einfach enorm viel Spaß, sich wirklich mit den Besten der Welt zu messen“, freut sich Katharina Hemmer. „Da hat Aachen dieses Jahr schon einen guten Vorgeschmack gegeben. Es gibt nicht viele Turniere, bei denen die Weltspitze so zusammenkommt. Das ist etwas ganz Besonderes.“ Sie sei sich bewusst, dass es ein „Prickelmoment“ werden könnte, wenn sie mit Topstar Denoix PCH die Kür reiten wird. Die Musik hatte den sensiblen Fuchs in der Vergangenheit etwas übereifrig werden lassen. „Ich lasse seine Kürmusik von A-ha gerne zur Vorbereitung auch mal beim Schrittgehen laufen, ganz entspannt, und dann werden wir noch in die ein oder andere Halle mit einer guten Musikanlage zum Üben fahren, damit er wir seine Kür in Frankfurt hoffentlich gut zeigen können.“

Der Prickelmoment

Der DVAG-Finaltag beginnt mit dem 20. Finale des Nachwuchspferde-Grand Prix‘, des Louisdor-Preises, bevor sich die besten Reiter der Welt in der Kür des Dreame Top 12 Dressage Finals präsentieren. „Es macht einfach enorm viel Spaß, sich wirklich mit den Besten der Welt zu messen“, freut sich Katharina Hemmer. „Da hat Aachen dieses Jahr schon einen guten Vorgeschmack gegeben. Es gibt nicht viele Turniere, bei denen die Weltspitze so zusammenkommt. Das ist etwas ganz Besonderes.“ Sie sei sich bewusst, dass es ein „Prickelmoment“ werden könnte, wenn sie mit Topstar Denoix PCH die Kür reiten wird. Die Musik hatte den sensiblen Fuchs in der Vergangenheit etwas übereifrig werden lassen. „Ich lasse seine Kürmusik von A-ha gerne zur Vorbereitung auch mal beim Schrittgehen laufen, ganz entspannt, und dann werden wir noch in die ein oder andere Halle mit einer guten Musikanlage zum Üben fahren, damit er wir seine Kür in Frankfurt hoffentlich gut zeigen können.“

Partnerschaft und Leistungsdichte

Zum 35. Mal wird bereits am Samstag in Frankfurt das Finale des NÜRNBERGER Burg-Pokals gefeiert, noch nie war die Leistungsdichte so hoch und dicht wie in diesem Jahr: Alle zwölf Finalisten haben sich mit Noten qualifiziert, die nicht weiter als 2,5 Prozentpunkte auseinander liegen. „Wir stehen als Unternehmen für das Thema Verlässlichkeit und wir haben uns mit 35 Jahren im Pferdesport durch den NÜRNBERGER Burg-Pokal eine Tradition aufgebaut – der Pferdesport ist Teil unserer DNA geworden“, betont André Omar Abu Insneineh (Leiter Exklusivvertrieb, NÜRNBERGER Versicherung). „Wir sehen im Pferdesport auch den unternehmerischen Erfolg für uns und der ist nicht durch Kurzfristigkeit geprägt, sondern durch eine über Jahrzehnte gewachsene Partnerschaft, auf die weiterhin setzen und aufbauen wollen.“

250.000 für die Region

Das Internationale Festhallen Reitturnier Frankfurt bietet seit vielen Jahren mehr als “nur Spitzenpferdesport.” Es geht nicht zuletzt um Werte, Tradition und den Gedanken an Menschen, denen es nicht so gut geht oder die mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen haben. Seit 2016 ist das Lila Pferd Botschafter der Charity-Aktionen des Turniers.  “Über die letzten zehn Jahre haben wir circa 250.000 Euro für die Region hier einsammeln dürfen“, resümiert Liselott Marie Linsenhoff, „und wir hoffen natürlich, dass sich die Zahl in den nächsten zehn Jahren noch mal verdoppelt. Mal schauen, wie wir das gestalten können. Dieses Jahr wird das Pferd erstmals über eine amerikanische Auktion vergeben. Wir sagen immer: Jeder Euro zählt! Dazu passt, dass jeder Euro etwas bewirken kann und dass das Lila Pferd dem letzten Gebot nach Hause folgt. Insofern kann es überall landen, auch in einem Reitverein beispielsweise.“ Außerdem werden dieses Jahr erstmalig lilafarbene Halfter am Stand der Linsenhoff Stiftung erhältlich sein, deren Erlös ebenfalls den ausgewählten Charity-Projekten zugutekommt. 

Tickets:  Internationales Festhallen Reitturnier Tickets
Alle Informationen:  https://festhallenreitturnier-frankfurt.com

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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