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von Mona-Sophie Wieland am Sonntag, 11.10.2026 um 16:08

Reutlingen: Sophie-Luise Layer siegt mit Zaara im Finale des Nürnberger Burg-Pokals

Sophie-Luise Layer und Zaara siegen im Finale des Nürnberger Burg-Pokals.  /  © D. Matthaes

Am Sonntagvormittag wurde es bei den Reutlinger Dressurtagen ganz besonders spannend. So stand für die Dressurjugend des Landes mit dem Finale des Nürnberger Burg-Pokals ein großes Highlight an. Am Ende setzte sich die Führende des Rankings vor dem Finale durch, und das trotz eines kurzen „Zwischenfalls“.

Der Nürnberger Burg-Pokal ist schon seit etlichen Jahren fest im Kalender des baden-württembergischen Dressurnachwuchses verankert. Es ist toll, dass das Ländle über eine Vielzahl sowie bezogen auf den Nürnberger Burg-Pokal der Junioren über solch wertvolle Serien verfügt. Der Nürnberger Burg-Pokal der Dressurjunioren gibt dem Nachwuchs Zeit, Erfahrung zu sammeln und sich auf die schwierigen FEI-Prüfungen vorzubereiten. Dass diese Zielsetzung in diesem Jahr einmal mehr bestens erfüllt wurde, zeigte das Finale in Reutlingen. Insgesamt zeigte sich ein gutes Niveau sowie, besonders wichtig: gefühlvolle und mit großer Übersicht einwirkende Jugendliche. Am Ende brillierte die Reiterin, die bereits vor dem Finale das Ranking angeführt hatte: Sophie-Luise Layer. Die 14-Jährige zählte bereits im Bereich der Children zu den führenden Nachwuchsreitern aus Baden-Württemberg. In diesem Jahr hätte die junge Dame aus Öhringen in dieser Altersklasse erneut starten dürfen, entschloss sich aber dazu, bereits in M- und auch S-Dressuren weiter Erfahrung zu sammeln - mit Erfolg! Im Sattel ihrer jetzt achtjährigen Zoom-Tochter Zaara VIP überzeugte sie mit einer sehr konstanten Saison, einigen M-Siegen und auch ersten S-Platzierungen. Im Finale selbst brillierte Sophie-Luise Layer gleich als erste Starterin. Die Ersten werden die Letzten sein - ganz und gar nicht. Sophie Luise Layer drehte den Spieß um und zeigte als erste Starterin in der M*-Dressur eine Traumrunde. Die Trabtour überzeugte mit viel Schwung, Gleichmaß bei bestem Seitenbild. Auch der Schritt, welcher sich schon des Öfteren mit weichem Takt präsentiert hatte, zeigte sich in Reutlingen gefestigter. Im Galopp überzeugte Layer mit dynamischen Verstärkungen und sicheren Galoppwechseln. Apropos fliegende Galoppwechsel: Kurzum baute Sophie-Luise Layer statt eines einfachen Galoppwechsels einen fliegenden Galoppwechsel ein. Eine kleine Sondereinlage, deren Abzüge für Verreiten nichts am verdienten Sieg mit 70,2 Prozent rütteln sollten. „In der Prüfung war Zaara super konzentriert, hat mir zugehört und ich konnte fast alles so umsetzen, wie ich es im Training geübt habe. Leider war das Verreiten sehr ärgerlich. Das ging voll auf meine Kappe“, beschreibt Sophie-Luise Layer und fügt hinzu: „Zaara ist relativ sensibel, aber trotzdem ein sehr charakterstarkes Pferd mit viel Ausdruck. Sie gibt in der Prüfung immer ihr Bestes.“ Sophie-Luise Layer hat mit ihrer Familie einen eigenen, kleinen Stall vor den Toren Öhringens und trainiert über Onlinetraining mit Alina Wernsmann, bei der sie auch oftmals ihre Ferien zum Training verbringt. Mit Blick auf die nächste Saison beschreibt Sophie-Luise Layer ihre Ziele folgendermaßen: „Nächste Saison möchte ich gerne noch mehr in den Junioren-Prüfungen Fuß fassen und da auch probieren, in den Landeskader zu kommen. Aber das Wichtigste ist, dass alle Pferde soweit gesund bleiben.“

Nina Bäuerle machte es noch einmal spannend und war dem Siegerpaar noch einmal dicht auf den Fersen. Im Sattel von Grizou zeigte die Schülerin von Stefanie Lempart eine sichere Runde, wobei es hier und da noch an der letzten Selbsthaltung fehlte. Hinzu kam ein teurer Fehler, als Grizou im Außengalopp einen Einerwechsel einbaute. Auch Bäuerle knackte die magische 70-Prozentmarke und verwies mit 70 Prozent Greta Grill mit Que Sera auf Rang drei (68,5 Prozent). Greta Grill war in der Trabtour noch stark unterwegs. Im Galopp lief die selbst gezogene Stute dann ein wenig heiß, wodurch sich im Außengalopp eine teure Unterbrechung einschlich. Roxy Wein mit Rarität (67,2 Prozent) und Franka Müller mit Fürst Flynnigen (66,6 Prozent) komplettierten die Top5.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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