Balingen: Emotionale Geschichten bei den Ponys
Am Finaltag des Dressurturniers in Balingen wurde es besonders bei den Ponys sehr emotional. So stand nicht nur das Finale des Pony Masters an. Nein, auch so einige Abschiede.
Es lag in der Luft und dennoch galt es, die Nerven zu behalten: Carla Müller hatte mit ihrer sympathischen Wallstreet bereits die Einlaufprüfung des Finalwochenendes für sich entschieden. Und an diese Form knüpfte die Schülerin von Stefanie Lempart im Finale an, gar legten die beiden noch eine Schippe oben drauf und lieferten eine wahre Traumrunde. Hoher Schwierigkeitsgrad, beste Übereinstimmung mit der pfiffigen Musik sowie viel Go – in der Kür der beiden jagte ein Highlight das andere. Auch in technischer Sicht punkteten die beiden vor allem in den doppelt zählenden Lektionen, wie beispielsweise den einfachen Galoppwechseln oder den Trabtraversalen. Unterm Strich durfte sich Carla Müller verdient über den Sieg freuen und setzte sich mit 77,4 Prozent überlegen an die Spitze. Emotional wurde es bei den beiden, da es der letzte gemeinsame Start war. Für Carla Müller ist die Ponyzeit beendet. Doch es ist schon gut „vorgesorgt“, so hat die junge Dame vom Badhof Bad Boll bereits bei den Junioren Fuß gefasst. Über die Zukunft der zehnjährigen Wallstreet ist noch nicht entschieden. Ein schöneres Ende der Ponyzeit hätte es für die Landesmeisterin der Ponyreiter jedoch nicht geben können. Das Gleiche gilt für Kim Marie Hauß und ihr sympathisches Glücksengelschen NRW. Die beiden beendeten ihre gemeinsame Zeit mit Platz zwei und 75,4 Prozent. Auch dieses Duo riskierte noch einmal alles und überzeugte unter anderem mit dynamischen Verstärkungen, die auch in schwungvolle Trabtraversalen mündeten, sowie guten einfachen Galoppwechseln und viel Übertritt im starken Schritt. Im Außengalopp hätte Glücksengelchen teilweise noch besser durchspringen dürfen. Ein schöner Abschluss einer starken Saison gelang auch Marie-Elise Layer mit Dear Darling. Die beiden komplettierten mit 74,7 Prozent das Podest. Marie-Elise Layer bleibt dem baden-württembergischen Ponysport noch erhalten. Das Gleiche gilt für Franka Müller, die mit Doktor Snuggles auf Platz vier vor Darielle Malou Schlindwein mit Der kleine Hobbit folgte. Im Finale steigerte sich im Vergleich zur Einlaufprüfung die Zahl der Starter von fünf auf sieben. Trotz Terminüberschneidung mit der Sichtung zum Bundesnachwuchschampionat und einem ordentlichen Niveau im Finale sollte die geringe Teilnahmezahl im Finale des eigentlich beliebten Pony Masters zum Nachdenken anregen!
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