Das Goldene für Max Weißbrod
Er hat gerne ein bisschen gewartet mit der Verleihung: seit seinem wichtigen Zwei-Sterne-Sieg im Mai in Neustadt/Weinstraße bis zu seinem Hausturnier in Walldorf-Winterheck, das jetzt am Freitag begonnen hat. Denn Warten aufs „Goldene“ kennt Maximilian Weißbrod gut. Zwischen seinem erstem S-Sieg im Jahr 2012 in Nußloch in der Halle und dem entscheidenden Zwei-Sterne-Sieg in der Pfalz liegen 14 Jahre. Anderthalb Jahrzehnte einer aufstrebenden Karriere bis in die Landesspitze liegen dazwischen. Die Verleihung fand statt am Freitag nach dem ersten S-Springen des Turniers, das er kurz zuvor im Sattel seiner Galantis Z auch noch überlegen gewinnen konnte. So war alles gerichtet für die Verleihung, die Landestrainer Jürgen Kurz übernahm – als Vertreterin des Landesverbandes fungierte seine Mutter: Nadja Weißbrod, Präsidentin des Pferdesportverbandes Nordbaden.
Keine Frage, das „Goldene“ kam spät, aber zur rechten Zeit. Die Saison 2025 war die bislang beste des Jungprofis, gekrönt von einem BW-Finalstart in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle. In Nordbaden gehört er mittlerweile zu den gefragtesten Springtrainern im Raum Heidelberg. Seine eigene Pferdewirt-Ausbildung hat Max Weißbrod unter anderem am Dressurstall von Landestrainer Christoph Niemann und bei Udo Wittemborn in Ketsch absolviert, während seiner Bundeswehrzeit in Warendorf konnte er Pferde aus dem Stall von Hans-Günter Winkler reiten und Tipps aus dem Mund der „Reiterlegende“ mit auf den Berufsweg nehmen.
Zur Zeremonie ritt seine vierjährige Tochter Paulina an seiner Seite auf ihrem Pony ein, Maximilian Weißbrod saß im Sattel seines 25-jährigen ersten S-Siegers Home Run, der sichtlich Gefallen an der Siegerehrung fand. Und in der Nordbadischen Meisterehrung setzte sich der frischgebackene Träger des Goldenen Reitabzeichen auch in Führung.
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