Richard Vogel verpasst historischen Grand-Slam-Triumph
Der Traum vom Rolex Grand Slam ist für Richard Vogel geplatzt. Der 29-jährige hatte in Calgary die Chance, als erst zweiter Reiter überhaupt die prestigeträchtige Serie zu gewinnen. Dafür wäre ein Sieg im Großen Preis von Spruce Meadows nötig gewesen. Am Ende musste sich der Weltranglistenerste mit Platz fünf begnügen.
Dabei begann der Nachmittag vielversprechend. Mit United Touch S blieb Vogel im ersten Umlauf ohne Fehler und gehörte damit zu den Reitern, die sich für die entscheidende zweite Runde qualifizierten. Dort unterlief dem Paar jedoch ein Abwurf. Damit war der Grand-Slam-Triumph zunächst außer Reichweite.
Weil auch die nach Vogel startenden Konkurrenten keinen fehlerfreien zweiten Umlauf schafften, erhielt der Deutsche allerdings noch eine zweite Chance. Im Stechen ging es für die sechs verbliebenen Paare um den Sieg – und damit theoretisch auch um den Millionenbonus des Rolex Grand Slam. Doch erneut fiel bei Vogel eine Stange. United Touch S war auf einem schnellen Kurs unterwegs, ehe am gewaltigen Oxer ein Fehler passierte. Der Sieg war damit vergeben, Vogel wurde Fünfter.
Den Großen Preis von Calgary gewann der Brite Ben Maher mit Enjeu de Grisien. Er setzte sich in 41,40 Sekunden ohne Fehler gegen die US-Amerikanerin Lillie Keenan und den Schweizer Weltmeister Steve Guerdat durch. Für Maher war es der erste Sieg im Rolex Grand Prix von Calgary. Für Maher war der Erfolg besonders bemerkenswert: Einen Tag zuvor war er im Nationenpreis von seinem Pferd gestürzt und hatte anschließend überlegt, am Grand Prix überhaupt teilzunehmen. Trotz Beschwerden am rechten Arm trat er an – und holte sich am Sonntag den bislang fehlenden großen Sieg in Calgary.
Vogel hatte sich mit seinen Siegen in Aachen und ’s-Hertogenbosch für die Grand-Slam-Chance qualifiziert. Nach dem Erfolg in Kanada hätte er als zweiter Reiter der Geschichte den sogenannten Rolex Grand Slam gewinnen können. Die Serie verlangt drei Siege bei vier ausgewählten Major-Turnieren in Folge. Neben dem Titel winkt ein Bonus von einer Million Euro. Bislang ist es nur Scott Brash gelungen, diese außergewöhnliche Serie zu vollenden. Der Brite triumphierte 2014 und 2015 bei drei der vier Grand-Prix-Turniere nacheinander und bleibt damit vorerst alleiniger Rolex-Grand-Slam-Sieger.
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