Beni Wulschner im Stress
Es war ein Stress, aber so ziemlich der schönste, den ein Springreiter haben kann. Benjamin Wulschner dominierte am Sonntag den Großen Preis von Eppingen. Drei von fünf Pferden im Stechen hatte er für das Finale qualifiziert.
Wer solche Prüfungen kennt, weiß, was passiert. Aufsitzen, abreiten, ein paar Sprünge, rein in den Parcours. Alles geben, wieder im Galopp raus. Dann auf dem Abreiteplatz wieder Aufsitzen und so weiter. Das Gute daran, man nimmt meistens zwei Kilo ab, denn das ist Ausdauersport im Sattel.
Benjamin „Beni“ Wulschner hat das am Sonntag auf dem Birkenhof in Eppingen, dem Hausturnier von Anne Götter und der Familie Blösch, hinter sich gebracht. Bravourös und souverän siegte er im Sattel des großen Oldenburger Fuchswallachs Carlchen, den der Profi gerade von Championatsreiter Maurice Tebbel übernommen hat. Im Sattel von Joker Blue, den man unter seiner Schülerin Charlotte Wahby kennt, wurde er Zweiter, Fünfter auf dem erst achtjährigen Oldenburger Chalando Blue PS. Dazwischen platzierten sich der Pfälzer Brian Klimutta auf Casino Royal und Mona Bucher aus dem Eppinger Nachbarort Berwangen auf der Württemberger Stute Viva Bella aus der Zucht von Ilona Pfisterer.
Wulschner brachte sich eine Woche vor den Nordbadischen Meisterschaften in Walldorf-Winterheck in Stellung, bei denen er als Titelverteidiger und Favorit antritt.
Am Samstag hatte Pia-Luise Baur im Sattel der Zangersheide-Stute Charlie Z aus dem Stall der Sportpferde Faller das erste Eppinger S-Springen gewonnen. Die neunjährige braune Stute ging zuvor unter Natalie Steinhäuser im Sport. Auf dem zweiten Platz landete der Grabener Amateur Sebastian Kammerer auf seinem Ungarn-Hengst Chaccuso, der immer drängender auf seinen ersten S-Sieg lauert.
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