Ising: Jana Lang und Baron eine Liga für sich
Auch der beliebte iWEST Dressur Cup macht beim Chiemsee Festival Halt, und so können die Teilnehmer noch einmal Punkte für das große Finale in der Stuttgarter Schleyer-Halle sammeln. Während an der Spitze die Spannung ausblieb, wurde es auf den weiteren Plätzen interessant.
Wer soll Jana Lang und Baron überhaupt schlagen? Diese Frage stellt sich nicht erst seit der Qualifikation auf Gut Ising. Die letztjährigen Finalsieger dominieren auch in diesem Jahr den iWEST Dressur Cup und sicherten sich bislang bei allen drei Qualifikationen die Siege. Auch in der Intermediaire I von Gut Ising, der Finalqualifikation für die Intermediaire I Kür, führte kein Weg am Erfolgsduo vorbei. Vielmehr befanden sie sich mit 74,8 Prozent in einer eigenen Liga. Dabei gelang den beiden nicht nur eine Runde wie aus einem Guss, sondern auch eine Runde, die in puncto Bergauftendenz und Dynamik kaum zu übertreffen ist. Nein, der nun 20-jährige Johnson-Sohn machte Werbung für den Sport. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie motiviert und dynamisch sich der Wallach zeigt. Es scheint fast so, als würde er seine Turnierauftritte, die sich in diesem Jahr auf den iWEST Dressur Cup konzentrieren, mehr als genießen. Auf Platz zwei setzte Nicole Casper mit dem erst achtjährigen Secret-Nachkommen Sir Copperfield erneut ein Ausrufezeichen. Casper war erst bei der letzten Qualifikation auf dem Birkhof in den Cup eingestiegen, hatte aber schon dort ordentlich gepunktet. In der Intermediaire I von Gut Ising war es erneut beeindruckend, wie selbstsicher sich der Wallach schon jetzt zeigt, und so stand mit einer technisch sicheren Runde am Ende ein Ergebnis von 72,9 Prozent. Knapp dahinter folgte Franz Trischberger mit der bewegungsstarken und immer hochmotivierten Henriettenhof’s Kenia (72,2 Prozent). Echte Cup-Routiniers folgten auf Rang vier: Romina Nieberle und ihr immer noch „frischer“ Free Willy (71,2 Prozent). Und am Ende zeigte sich einmal mehr ein beeindruckendes Niveau: So reichten heute die 70,4 Prozent von Valerie del Rio Pfeffer mit Braveheart nicht für eine Platzierung, sondern nur für den ärgerlichen ersten Reserverang. Noch eine weitere Tatsache war erstaunlich: Während der Cup noch bei den ersten Stationen mit einem großen Starterfeld in die Saison gestartet war und man um den Einzug in die Finalqualifikation bangen musste, zeigte sich in Ising ein mit elf Startern kleines Starterfeld. Aber wie heißt es so schön: ein kleines, aber wahrlich feines Feld!
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