Vierjährige Hengste: Tolle Pferde und Richter mit Courage
Mit einem Notenniveau wie nie zuvor endete die Qualifikationsprüfung der vierjährigen Hengste, bei der sich elf Kandidaten dem Urteil der Jury mit Katrin Burger, Catrin Wingender und Reinhard Richenhagen stellten. Es fielen mehrfach Einzelnoten von 10,0 und 9er-Noten waren quasi an der Tagesordnung. Am Ende ging ein Hengst ganz vorne, den bisher nur wenige Zuschauer kannten und „auf dem Zettel“ hatten: Be my Guest, DSP-Dunkelfuchshengst aus Baden-Württemberg in niederländischem Besitz (v. Bonds-Sezuan-Acodetto I-Calido I-Le Grand I-Fridericus-Credo, Holst. Stamm 1916, Z.: Zoe Sierks; B.: Van Bockxgrave Horses, Hapert/NED) mit Dionne Korringa. Trab 9,8, Galopp 10, Schritt 9,5, Rittigkeit 10 – das waren ideale Grundvoraussetzungen für den Notenrekord (9,7) aller bisherigen Warendorfer Bundeschampionate. Der Anfang 2025 vom Oldenburger Verband gekörte Dunkelfuchs war Anfang Juli auch Landeschampion in Weilheim/Teck. Zweiter wurde der auf der Station Beckmann in Wettringen beheimatete Zacolar (v. Zanetti-Escolar-Newcastle-Goldlack I-Marconi-Abdulla-Sermon I, Hann. Stamm 173/Aslaug, Z.: Markus Schulze-Finkenbrink) mit der in Warendorf viel beschäftigten Sina Aringer (RFV Ostbevern). Auch er erhielt im Galopp die 10, im Trab 9,7 und im Schritt 9,0 bei einer Rittigkeit von 9,8.
Noch zwei weitere Hengste endeten oberhalb von 9,0: zum einen der von Hause Helgstrand präsentierte Oldenburger Siegerhengst La Paix (v. La Vie-Sir Donnerhall I-Rubinstein I-Democraat, Westf. Stamm 421/Helma von Holthausen, Z.: Dr. Katharina Paschertz, Cloppenburg) mit Vanessa Crnadak (9,06) und der DSP-Siegerhengst Bonds in Gold (v. Bonds-Goldberg-Rubin Royal-Gotland-Sekurit, Brdbg. Stamm 47/Pauline von Dargardt, Z.: Hendrik Niehe, Sieversdorf), der auch durch Sina Aringer präsentiert wurde (9,03). Die weiteren Finalplätze gingen an den braunen Hannoveraner Salsero (v. Secret-Vivaldi) mit Thomas Schulze (8,97) und den Westfalenfuchs in Marbacher Diensten, Danubio (v. Damaschino I-Dimaggio) mit Linus Keller (8,88). Im Finale am Sonntag könnten die Karten neu gemischt werden, denn jeder Hengst hat einen Einzelauftritt in einer Dressurpferdeprüfung Klasse A, bei der es insofern andere Grundvoraussetzungen gibt.
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