Darmstadt: Der große Finaltag im Dressurviereck
Zum Abschluss zeigten sich bei den DSP-Championaten in Darmstadt noch einmal spannende Finalentscheidungen, wobei sich FBW For Magic K, La vie en rose und Pramwaldhof’s Bonds in Gold die DSP-Schärpen sicherten.
Glanzleistung von Nikolaus Kühn bei den Sechsjährigen
So etwas gelingt selten und spricht für die tolle Ausbildungsarbeit des Stalls von Julia und Nikolaus Kühn: In der Dressurpferde M feierte Nikolaus Kühn einen Doppelsieg, wobei er mit FBW For Magic K (v. Fürst Magic-De Niro) den DSP-Champion stellte. Das besonders Bemerkenswerte dabei: FBW For Magic hat Nikolaus Kühn selbst gezogen und er steht nun im Besitz von Irmgard Berendsen. Bereits bei den Landeschampionaten in Weilheim/Teck war der sympathische Fuchswallach zum Titel getrabt und hatte bereits dort unter anderem in der Trabtour brilliert. Enorme Taktsicherheit, super aktives Hinterbein, fließende Seitengänge und Übergänge führten auch in Darmstadt zur Note von 8,7. Im Schritt verfügt der Wallach nicht über den letzten Vor- und Übertritt. Hinzu kam ein kleiner Spannungsmoment zu Beginn der Schritttour (7,8). Der Galopp zeigte sich aktiv ins Bergauf springend sowie sehr praktisch angelegt (8,2), teilweise (besonders vor den Galoppwechseln) noch mit leicht hoher Kruppe. Die fliegenden Galoppwechsel gelangen sicher. Hinzu kamen sowohl für die Durchlässigkeit als auch den Gesamteindruck eine 8,3, was eine Endnote von 8,26 ergab. „Besonders die Trabarbeit zog uns von Anfang an in den Bann“, erläuterte Richter Klaus Eikermann und setzte fort: „In der Durchlässigkeit hat uns besonders die Sicherheit, mit welcher das Pferd die Lektionen der Klasse M absolviert hat, beeindruckt.“ Sein Stallkollege, der Westfale Samba (v. Sir Donnerhall-Ampere), punktete besonders im Galopp (8,6) und beendete die Prüfung mit einer Note von 8,18, womit der Wallach zwei weitere baden-württembergische Paare auf Rang drei verwies: Anna Casper mit DSP Birkhof’s Elocin (v. Escamillo-Fürstenball, Z. Karl Franz Martin) und Carina Harnisch mit DSP Snickers (v. Secret-Carabas, Z. Erwin Feichtenbeiner). Beide Paare erhielten die Endnote von 8,14.
„Lotti“ begeistert bei den Vierjährigen
Bereits nach der Einlaufprüfung hatte Lisa Casper über La vie en rose (v. Lord Leopold-Bentley) aus der Zucht der Zuchtgemeinschaft Harald und Pia Finkler geschwärmt: „Lotti ist einfach unglaublich. Für mich ist sie perfekt. Sie hat eine so unglaublich positive Ausstrahlung und ist so gutmütig“. Genau dieser Eindruck bestätigte sich auch im Finale und so gelang den beiden ein beeindruckender Start-Ziel-Sieg. Gleich als erstes Paar zeigten die beiden in der Dressurpferdeprüfung der Klasse eine wahre Traumrunde oder wie es Richterin Katrin Burger beschrieb: „Was für ein beeindruckender Beginn“. Der Trab begeisterte mit viel Dynamik aus dem Hinterbein und toller Mechanik (9,0). Der Schritt gelang taktsicher und fleißig schreitend. Für eine noch höhere Note hätte sich aus der Schulter noch mehr Vortritt zeigen dürfen (8,0). Der Galopp überzeugte mit aktivem Durchsprung ins Bergauf, wobei Lisa Casper auch die Verstärkungen schon gut herausreiten konnte (8,8). „Die Rittigkeit war beeindruckend. Alle Übergänge sehr geschmeidig, immer bei der Reiterin und zuhörend“, erläuterte Katrin Burger und vergab in der Durchlässigkeit eine 9,0. Hinzu kam eine 8,8 im Gesamteindruck, woraus eine 8,72 in der Gesamtnote resultierte. Hinter den beiden ging es stark weiter: Laurien Martin folgte mit Fenya-Fae (v. Fair Deal-Millenium, Z.: Dirk Schmidt) (8,56) vor Roberto Jesus mit Soprano (v. Secret-Soberano, Z.: Soc. Hippique et d’Elevage) (8,54) auf Rang drei.
Pramwaldhof’s Bonds in Gold führt die vierjährigen Hengste an
Bei den vierjährigen Hengsten zeigte sich ein ähnlich überlegener Sieg. Hier setzte sich ein Bonds-Nachkomme aus einer Goldberg-Mutter an die Spitze. Pramwaldhof’s Bonds in Gold aus der Zucht von Hendrik Niehe begeisterte unter dem Sattel seiner Reiterin Sina Aringer und beendete die Prüfung mit einer 8,74. Ein erstes Highlight bildete der Trab: super gleichmäßig wie ein Uhrwerk, aktiv aus dem Hinterbein abfußend, mit toller Mechanik, was zur glatten 9 führte. Der Schritt zeigte sich taktsicher und fleißig schreitend, verfügt vielleicht nicht über den letzten Vor- und Übertritt (8,0). Der Galopp überzeugte rhythmisch ins Bergauf springend sowie bereits schon sehr ausbalanciert (9,0). „Man darf nicht vergessen, es sind vierjährige Pferde. Es war einfach sensationell“, schwärmte Richter Klaus Eikermann und damit hatte er einfach recht, was auch in der Durchlässigkeit zu einer 9,0 führte. Hinzu kam im Gesamteindruck eine 8,7. Ebenfalls die 8er-Marke knackten Ines Fleischmann und Sarottini (v. Segantini-Sir Gregory, Z.: Julia Voigtländer) (8,26), die sich gegen Hannah Milena Rother mit Vivantino (v. Va Bene-Vitalis, Z. Franz Winklmair) (8,0) und Anna Casper mit Vino Veritas (v. Vangelis-Lord Loxley, Z.: Thomas Casper) (7,9) durchsetzten.
Ähnliche Meldungen
Warte mal kurz...
Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.