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von Mona-Sophie Wieland am Samstag, 04.07.2026 um 16:33

Weilheim: Titel für Selina Rose, Davis Cup und Be my Guest

Die Champions der dreijährigen Stuten und Wallache, der vierjährigen Stuten und Wallache und der vierjährigen Hengste  /  © D. Matthaes

Im Reitpferdeviereck wurde es in diesem Jahr bei den Landeschampionaten in Weilheim/Teck besonders spannend. Gemäß des Pilotprojekts im Zuge der Änderungen beim Bundeschampionat gab es einige Änderungen. So haben die dreijährigen Reitpferde nur eine Prüfung und die Entscheidung über den Landeschampionatstitel der vierjährigen Reitpferde fällt nicht in einer Reitpferdeprüfung, sondern in einer Dressurpferde A. Wenn man sich die Prüfungen in Weilheim angeschaut hat, war das eine gute Entscheidung. Alle Paare präsentierten vorbildlich und nicht überfordert. Aber nun zu den Ergebnissen.

Secret stellt den Champion bei den dreijährigen Stuten und Wallache

Gleich in der ersten Gruppe entpuppte sich bei den dreijährigen Stuten und Wallachen die spätere Landeschampionesse. Die Rede ist von der dreijährigen Secret-Tochter Selina Rose (v. Secret-Floriscount, Z.: Hubert Vogler). Ja, Sie haben es vielleicht bemerkt. Die Stute stammt aus einem bekannten Züchterhaus. Denn Hubert Vogler hat auch den Vater von Selina Rose gezogen, Secret, der schon unzählige hocherfolgreiche Nachkommen hervorgebracht hat. Aber nun zur Entscheidung der dreijährigen Stuten und Wallache. „Eine Stute mit durchweg guten Grundgangarten und das spiegelt sich auch in der Rittigkeit wieder, die sehr schön von Anna-Lisa Schepper präsentiert wurde und auch den Gesamteindruck harmonisch wirken ließ“, resümierte Holger Martin. Für den sehr elastischen Trab vergaben die Richter die glatte 8. Die gleiche Note gab es auch für den losgelassen schreitenden Schritt. Ein Highlight bildete auch der sehr raumgreifende Galopp, der mit einer 8,5 belohnt wurde. Diese Note gab es auch verdient für die Rittigkeit und das Exterieur. Daraus ergab sich eine Endnote von 8,3. Das Gestüt Birkhof stellte auch den Vizechampion. Die Rede ist von Ti Amo (v. Taurus-Floriscount, Z.: Michael Kahl) unter dem Sattel von Nicola Haug. Auch dieser Wallach zeichnete sich durch gute und gleichmäßige Grundgangarten aus. So gab es für alle drei Grundgangarten die 8,0. Im Exterieur stand die 8,5, was eine Endnote von 8,1 ergab. Rang drei ging an Lisa Volpp mit dem langbeinigen Van Philippo PS (v. Va’Pensiero-Secret), die im Endresultat mit einer 8,0 bewertet wurden. Caroline Budischowsky komplettierte mit Dornröschen (v. Don Romance-Hot Spirit, Z. Maria Siegle) die Platzierung (7,7).

Noch ein Champion für die Familie Kühn

Das Finale im Landeschampionat der vierjährigen Stuten und Wallache wurde vom Sieger der Einlaufprüfung Davis Cup (v. Don Romanc-Bretton Woods, Z. Edgar Wörner) unter dem Sattel von Nikolaus Kühn angeführt, und das in wahrlich überlegener Art und Weise. Davis Cup kann als leichtfüßiger „Riese“ beschrieben werden. Der 1,76 Meter große Wallach begeisterte mit großer Eleganz und Leichtfüßigkeit oder wie es Dr. Dietrich Plewa beschrieb: „Den Applaus hat dieses Pferd wirklich verdient. Dieser Fuchs verfügt über eine hohe Grundqualität, wobei ihm im Trab Grundschwung, Takt und Losgelassenheit in die Wiege gelegt wurden“. So zückten die Richter im Trab die Traumnote von 9,0. Der Schritt zeigte sich sehr gut durch den Körper schreitend und mit gutem Raumgriff (8,5). Der Galopp überzeugte klar im Dreitakt und ins Bergauf springend (8,3). „Dem Pferd kann man uneingeschränkt bestätigen, dass es sich ausbilderisch auf dem absolut richtigen Weg befindet“, bestätigte Dr. Dietrich Plewa und zückte in der Durchlässigkeit die 9,0. Hinzu kam im Gesamteindruck die Note 8,7, was eine Endnote von 8,7 ergab. Schöner hätte der Tag für Nikolaus Kühn nicht verlaufen können: Nach dem Titel bei den sechsjährigen Dressurpferden stellte er also auch den Champion bei den vierjährigen Stuten und Wallachen. Auf Rang zwei gelang Elke Wächter fast ein Start-Ziel-Sieg. Gleich zum Prüfungsauftakt zeigte sie mit San Marino (v. Secret-Vitalis, Z. u. B. Walter Maucher) eine sehr harmonische Runde, die am Ende mit eine 8,0 belohnt wurde. Hervorzuheben ist besonders der losgelassen, gut durch den Körper schreitende Schritt (8,3). Kay Pawlowska reihte sich mit Fine Star (v. Fynch Hatton-Disco-Boy) auf Rang drei ein (7,94). Der Wallach stammt übrigens aus dem gleichen Züchterhaus wie Davis Cup. So stellten Edgar und Mechthild Wörner gleich zwei Pferde auf dem Podest. Eine starke Leistung!

Ein niederländischer Gast an der Spitze

Auch bei den vierjährigen Hengsten zeigte sich im Vergleich zur Einlaufprüfung an der Spitze ein unverändertes Bild: Ein „Gast“ aus den Niederlanden, Dionne Korringa mit dem bewegungsstarken Bonds-Nachkommen Be my Guest (v. Bonds-Sezuan, Z.: Zoe Sierks). Die beiden machten es aber spannend. So erschrak der Hengst beim ersten Angaloppieren, woraus sich eine nennenswerte Stockung ergab. Auch auf die Hilfe für das zweite Angaloppieren reagierte Be my Guest nicht prompt. Dies mussten die Richter natürlich in der Note für die Durchlässigkeit berücksichtigen. Sie agierten aber bei der weiteren Notengebung „mutig“ und völlig richtig. Denn Be my Guest zeigte sich in der Prüfung hinsichtlich Grundqualität wahrlich überlegen oder wie es Dr. Dietrich Plewa beschrieb: „Wir sahen hier ein unheimlich beeindruckendes Pferd.“ Der Trab präsentierte sich unheimlich kraftvoll abfußend mit großer Schulterfreiheit (8,8). Der Schritt zeigte sich taktrein, könnte für eine noch höhere Note über noch mehr Vor- und Übertritt verfügen (8,0). Ein wahres Highlight bildete die toll ins Bergauf gesprungene Galoppade (9,2). Die Durchlässigkeit wurde durch die genannten Störungen beeinträchtigt (7,8). Im Gesamteindruck stand eine 8,6, woraus sich eine Endnote von 8,46 ergab. Auf dem zweiten Platz reihte sich Lukas Maier mit dem vielversprechenden Hengst Rebound (v. Springbank-Sandro Hit, Z. Friedbert Ruetz) unter dem Sattel von Lukas Maier. Rebound überzeugte mit drei guten Grundgangarten (Trab und Schritt 8,0, Galopp 8,5). Teilweise zeigte er sich noch nicht perfekt ausbalanciert, was sich durch eine nicht ganz konstante Anlehnung verdeutlichte und woraus die Note für die Durchlässigkeit von 7,8 resultierte. Im Gesamteindruck stand eine 8,3 und unterm Strich resultierte eine 8,12. Anna Casper und Vino Veritas (v. Vangelis-Lord Loxley, Z. Thomas Casper) komplettierten die Platzierung (7,68).  

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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