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von Mona-Sophie Wieland am Dienstag, 30.06.2026 um 10:46

Spruce Meadows: Aller guten Dinge sind drei

Bereits beim Weltcup Finale in Fort Worth hatte Gangster Montdesir auf sich aufmerksam gemacht. In Spruce Meadows gelang nun der große Coup.  /  © Lafrentz/Tiffany van Halle

Die Reise nach Spruce Meadows hat sich für Richard Vogel einmal mehr gelohnt: Der Europameister schnappte sich am vergangenen Wochenende gleich drei Siege.

Anderer Kontinent, anderes Wetter: Während in Deutschland geschwitzt wurde, zeigte sich in Spruce Meadows ein äußerst „wilder“ Wettergott. Anhaltender Regen, kräftiger Wind und kühle Temperaturen sorgten für schwierige Bedingungen im Parcours. Einer, der sowohl mit Druck als auch mit widrigsten äußeren Bedingungen umgehen kann, ist Richard Vogel. Und das bewies er in Kanada einmal mehr.

Gleich zum Auftakt setzte sich der 28-Jährige im Springen über 1,50 Meter mit Phenyo van het Keysersbos durch. Im Stechen stoppte die Uhr bei 45,53 Sekunden. Damit verwies Vogel die US-Amerikanerin Lillie Keenan mit Emerlon (46,93 Sekunden) sowie den Briten Robert Whitaker mit Strike a Pose (55,33 Sekunden) auf die Plätze. Auch in einem weiteren Springen über 1,45 Mter war Vogel nicht zu schlagen. Erneut saß er im Sattel von Phenyo van het Keysersbos und setzte sich mit einer fehlerfreien Runde in 44,33 Sekunden gegen Mark Bluman (45,08) und Kyle King (47,05) durch.

Den Höhepunkt bildete schließlich der Große Preis über 1,60 Meter. Der anspruchsvolle Parcours forderte Pferde und Reiter gleichermaßen. Zahlreiche Paare verzichteten bereits vor Prüfungsbeginn auf einen Start oder gaben während des Umlaufs auf. Am Ende gelang lediglich zwei Kombinationen der Sprung ins Stechen. Mit dem zehnjährigen Selle Français-Hengst Gangster Montdesir zeigte Vogel einmal mehr seine Klasse. Nach einer souveränen Nullrunde im Umlauf blieb das Paar auch im entscheidenden Stechen fehlerfrei und sicherte sich in 52,74 Sekunden den Sieg im Großen Preis. Damit war Vogel der einzige Reiter, der beide Runden ohne Strafpunkte absolvieren konnte. Auf Rang zwei folgte Katie Laurie mit Django II, die im Stechen einen Abwurf hinnehmen musste. Dritter wurde Vaclav Stanek mit Quintin.

Mit drei Siegen an einem Wochenende unterstrich Richard Vogel eindrucksvoll seine derzeitige Topform. Gleichzeitig sammelte er auf dem traditionsreichen Rasenplatz von Spruce Meadows wertvolle Erfahrungen, ein wichtiger Schritt mit Blick auf die Spruce Meadows Masters im September, wo ein weiterer prestigeträchtiger Rolex Grand Prix auf dem Programm steht.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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