Hagen: Top-Platzierungen für Nicole Casper
Bei den Horses & Dreams in Hagen war es ein Sonntag der Traumrunden. Die Weltranglistenführende Cathrine Laudrup-Dufour tanzt mit Mount St. John Freestyle zum Tagesauftakt im Grand Prix Special zu einem neuen Personal Best, J’Adore Dior setzt im Nürnberger Burgpokal Ausrufezeichen und im Louisdor-Preis zeigt sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Inmitten dessen schlägt sich Nicole Casper mehr als tapfer.
So schön kann Dressurreiten sein – das dachte man sich bei der Runde von Cathrine Laudrup-Dufour mit ihrer Mount St. John Freestyle wahrlich des Öfteren. Gespitzte Ohren, stets bestes Seitenbild, feinste Hilfen und ein von Kopf bis Fuß losgelassenes Erscheinungsbild führten im Grand Prix Special zu einem Ergebnis von 83 Prozent. Damit waren Cathrine Laudrup-Dufour und ihre 17-jährige Fidermark-Tochter in Hagen das Maß der Dinge und setzten in Hinblick auf die bevorstehenden Weltmeisterschaften eine klare Messlatte. Ingrid Klimke und Vayron knüpften an ihre Form aus dem Grand Prix an und folgten mit 74,9 Prozent auf Platz zwei vor Maria von Essen mit Invoice (73,9 Prozent). Die Schwedin ist Schülerin von Cathrine Laudrup-Dufour und bleiben wir bei Schweden: In der Qualifikation zum Nürnberger Burgpokal der jungen Dressurpferde setzte sich der Schwede Patrik Kittel nach seinem Sieg in der Einlaufprüfung auch in der Qualifikationsprüfung durch. Im Sattel der Jovian-Tochter J’Adore Dior H punktete er sich zu starken 75,5 Prozent. Im Vergleich zum Vortag schien die erst siebenjährige Stute im Hagener Viereck mehr angekommen zu sein und präsentierte sich dementsprechend noch losgelassener und stabiler in der Anlehnung. Dahinter folgten Frederic Wandres mit Fänomen du Malleret (74,4 Prozent) und Marianne Yde Helgstrand mit Valerio (72,1 Prozent). Auch Nicole Casper hatte mit Sir Copperfield den schwierigen Sprung in die Finalqualifikation geschafft. Nicole Casper übernimmt aktuell die „Urlaubsvertretung“ für ihre Tochter Lisa Casper, während diese einen „Reit-Aufenthalt“ in Wellington macht. Und es scheint so, dass sich Nicole Casper und der sympathische Secret-Nachkomme sehr gut verstehen. In Hagen kratzen die beiden zweimal an der 70-Prozentmarke und sicherten sich in der Finalqualifikation mit 69,8 Prozent einen starken siebten Platz. Auch in der darauffolgenden Louisdor-Preis-Qualifikation lief es für Nicole Casper gut. Im Sattel ihres selbst ausgebildeten Birkhof’s Zabalou konnte sie im Vergleich zur Einlaufprüfung noch eine Schippe obendrauf legen und sicherte sich mit 69,1 Prozent Rang sechs. Der Wallach punktete einmal mehr mit äußerst aktiv abfußenden Piaffen und Passagen. Die Tickets fürs Finale sicherten sich Frederic Wandres mit Imo Pectore (71,8 Prozent) und Dr. Annabel Frenzen mit Szechuan (71,1 Prozent). „Das Pferd ist zehn Jahre alt und wirkt auch schon routinierter als das ein oder andere Paar. Es hat offensichtliches Talent für Piaffe und Passage und für die Übergänge. Diese sind sehr fließend“, erläuterte Dr. Dietrich Plewa, der im Anschluss jeden Ritt kommentierte, und fügte hinzu: „Auch insbesondere die Zweierwechsel waren ein Highlight. Sehr schön ins Bergauf gesprungen. Manchmal wünschte man sich ein klein wenig Rahmenerweiterung in den Verstärkungen.“ Nicole Casper selbst resümierte: „Ich bin sehr zufrieden. Wir waren von dieser schönen Kulisse hier sehr beeindruckt. Es ist ein Wahnsinnsturnier. Ich war heute sehr zufrieden. Sicherlich ist auch mein Ziel, den Rahmen noch schöner zu zeigen. Daran arbeite ich!“
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