Das doppelte Rothchen - Jana und Luisa im Gespräch
Zwei Talente im Springsattel, die schon in jungem Alter mit ihren Ponys immer wieder für Aufsehen sorgen – und sich dabei regelmäßig gegen die Großen durchsetzen. Sowohl Jana Roth, die im Alter von 14 Jahren im vergangenen Sommer ihren ersten S-Sieg feiern konnte, als auch Luisa Sophie Roth, die mit Titeln im Pony Master und auf Landesmeisterschaften noch nicht genug hatte und sich 2025 zur Süddeutschen Ponymeisterin kürte, gehören zu den vielversprechendsten Nachwuchstalenten Baden-Württembergs.
Für beide ging es gemeinsam mit ihren Erfolgsponys zur Area9 Lyceum Pony-Trophy nach Leipzig. Im Rahmen der PARTNER PFERD standen Pony-Springprüfungen gegen starke Mitstreiter aus ganz Deutschland auf dem Programm. Während es für Luisa Sophie Roth an diesem Wochenende nicht ganz optimal lief, sammelte Jana Roth gleich zwei Schleifen: einen fünften und einen vierten Platz. In einem Gespräch beantworteten die beiden einige persönliche Fragen.
Ihr seid nicht miteinander verwandt – wie oft werdet ihr darauf angesprochen?
Jana: Schon ziemlich oft eigentlich. [lacht] Ich bekomme viele Fragen, weil es eben derselbe Nachname ist. Da wird man schon häufig darauf angesprochen.
Luisa: Ich finde, auch innerhalb des Bundeslands gibt es immer wieder viele, die neu dazukommen. Die fragen dann zum Beispiel: „Und wie geht es deiner Schwester?“ Und ich antworte dann immer: „Wir sind nicht verwandt.“ Auch hier in Leipzig gibt es immer zwei, drei Leute, die mich schon gefragt haben, ob wir gemeinsam angereist sind. Oder wenn man zu anderen Turnieren kommt, etwa zu den Deutschen Meisterschaften, wurde ich gefragt, ob meine Schwester mit mir anreist oder separat.
Jana: Ich erinnere mich auch an Aachen. Da bin ich als Erste geritten, und danach wurde angesagt: „Jetzt ist ihre Schwester dran.“
Stört euch das?
Beide: Nein, eigentlich nicht.
Welche Eigenschaft der jeweils anderen findet ihr besonders beeindruckend – sowohl im Parcours als auch charakterlich?
Jana: Ich finde Luisa sehr nervenstark, und sie ist immer fair zu ihren Ponys. Sie zeigt selten Nerven und ist stets sehr leistungsstark.
Luisa: Das kann ich nur zurückgeben. Ich finde, Jana ist sehr ehrgeizig und zeigt viel Liebe zu ihren Ponys. Sie ist immer fair und beweist viel Teamgeist.
Ist es für euch eher ein Vorteil oder ein Hindernis, auch außerhalb von Baden-Württemberg auf so hohem Niveau „gegeneinander“ anzutreten?
Jana: Nein, ich würde nicht sagen, dass es ein Nachteil ist. Es gibt ja auch einen gewissen Teamgeist, und wir vertreten gemeinsam unser Bundesland. Deshalb sehe ich das nicht als Nachteil.
Luisa: Ja, ich finde auch, es ist immer wieder schön, im Team gemeinsam unterwegs zu sein. Man unterstützt sich in schlechten wie in guten Zeiten – man ist einfach zusammen.
Wenn es möglich wäre: Welches Pferd oder Pony der anderen würdet ihr euch gerne für einen Start ausleihen?
Jana: Schwierig … ich glaube, ich würde mir Baileys einmal für einen Start ausleihen, weil ich ihn einfach für ein sehr tolles Pony halte.
Luisa: Ich würde auch Bruni wählen.
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