Joachim Ertz siegt in Wiesloch
Joachim Ertz, Reitlehrer in Wiesloch, war am Wochenende als Lokalmatador der erfolgreichste Reiter seines Hausturniers in Wiesloch. Zur Krönung siegte er zum Abschluss im S-Springen, das mit Siegerrunde zu einer besonders spannenden Angelegenheit wurde. Weil die Parcourschefs Andreas Wagner und Matthias Hassmann es geschafft hatten, dass fehlerfreie und belastete Ritte ins Finale kamen, wurde der Parcourssport zum Krimi.
Joachim Ertz war im Normalparcours mit seinem achtjährigen Wallach Niki du Chateau aus deutscher Sportpferdezucht zunächst vorsichtig und nahm einen Zeitfehler in Kauf; es war das erste S-Springen des Pferdes überhaupt. Die Achtsamkeit seines Ausbilders zahlte sich aus. Zwei Reiter waren mit „weißer Weste“ in die Siegerrunde vorgedrungen: Joshua Löfler aus Jettingen auf Queen Halla und Sarah Moser-Noujaim vom Bruchhauser Hof in Sandhofen auf Cascado. Aber beide Amazonen zeigten Nerven – und ihre Pferde hatten jeweils einen Abwurf auf dem Konto, auf dem die Ergebnisse aus Umlauf und Siegerrunde addiert werden. Ertz blieb cool wie James Bond, spielte seine ganze Erfahrung aus, blieb ein zweites Mal ohne Abwurf und sicherte sich das schwere Springen vor heimischem Publikum. Melanie Brahner aus Leingarten belegte mit Chanell Rang drei, der sieggewohnte Günter Treiber aus Eppelheim musste sich im Sattel von Benito diesmal mit Rang fünf zufrieden geben. Mit 16 Jahren jüngster Reiter im Feld war Elias Hohler mit seinem Winningmoon; der EM-Teilnehmer der Altersklasse „Children“ wurde Fünfter (rok/Foto: Helmut Pfeifer).
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