Lebensfreude, Tatkraft und Leidenschaft
Beim Empfang zu seinem 80. Geburtstag am Samstag in Ichenheim hat Hans-Jürgen Schnebel die Goldene Ehrennadel des Landesverbandes erhalten – die höchste Auszeichnung, die Baden-Württembergs Reiter zu vergeben haben.
Die Pferdesportler der Ortenau feierten ihr Urgestein wie es ihre badische Art ist: Mit Gesang, Kutschenfahrt, Flammkuchen, Winzersekt und Schwarzwälder Kirschtorte – und das Geburtstagskind mittendrin. Die Feier in der Reithalle von Ichenheim, sie hatte Stil, ohne Frage.
Anne Hürster vom Ichenheimer Hürsterhof fuhr den Jubilar mit dem Zweispänner in die Halle, wo über 100 Geburtstagsgäste warteten, darunter viele Wegbegleiter Schnebels, auch Reitmeister Karl-Heinz Streng war aus Mosbach angefahren. Eigentlich hatte man den Vorsitzenden des Reiterrings Ortenau sechsspännig durch den Ort fahren wollen, aber das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Allerdings, ganz ohne Kutsche geht nichts in dieser Pferderegion.
Bevor Geschäftsführerin Miriam Abel und Landesverbands-Vizepräsidentin Iris Keller (in Personalunion als Südbaden-Präsidentin) die Urkunde überreichten, würdigten eine Reihe von Laudatoren da Wirken Schnebels in verschiedenen Ämtern und Funktionen seit fast 50 Jahren, während die Auftritte des Männergesangvereins und der Jagdhornbläser die tiefe Verwurzelung Schnebels in der Region unterstrichen. Harald Meisinger, Schnebels Stellvertreter im Reiterring, verwies auf die Verdienste des Jubilaren vor allem in der Jugendarbeit und als Mannschaftsführer. Da wirke Schnebel als „Otto Becker der Ortenau“, schmunzelte Meisinger.
Andreas Bohnert, Vorstand im benachbarten Achern und Vorstandsmitglied im Ring, ließ Schnebels Tätigkeiten Revue passieren, beleuchtete seine Aktivitäten als Turnierleiter wichtiger Veranstaltungen wie Deutscher Meisterschaften, Regio-Turniere, Messe-Turniere und Landesjugendturniere. In puncto „Lebensfreude, Tatkraft und Leidenschaft“ sei Hans-Jürgen Schnebel ein Vorbild für jüngere Pferdesportler; er hinterlasse Spuren „sportlich und menschlich“. Reinhard Schill und Franziska Ritter würdigten Schnebel im Namen ihrer Reitervereine Ichenheim und Meißenheim, Championatsreiter Hans-Dieter Dreher und seine Schwester Silvia grüßten mit einer Videobotschaft vom Turnier aus Basel. Anfangs hatte sich Schnebel selbst etwas skeptisch geäußert, als er den großen Rahmen des Empfangs bemerkte, ob das nicht alles „ein bisschen übertrieben“ sei. Am Ende waren sich alle einig: Nein, das war genau richtig.
Ähnliche Meldungen
Valentinstags-Schnupperabo
Schnupperabo mit 3 Ausgaben – Print oder E-Paper