Das Urgestein der Ortenau
Am Samstag, 10. Januar, gibt es trotz Eis und Schnee einen großen Bahnhof für eine bedeutende Persönlichkeit des Pferdesports in Baden-Württemberg. Hans-Jürgen Schnebel wird 80!
Es gibt Pferderegionen im Land, da ist die Welt noch in Ordnung. Wie die Ortenau rund um Offenburg. Es gibt dort Veranstalter für Regional und Landesmeisterschaften – und das seit 40 Jahren. Bei den landesweiten Nachwuchsserien sind die jungen Sportler immer weit vorne, von der Turnieren dort geht eine besondere Gastfreundschaft aus. Das liegt an den Menschen – und einer hiervon ist Hans-Jürgen Schnebel, der am 10. Januar seinen 80. Geburtstag feiert – ein Urgestein, der Ortenau: Funktionär in mehreren Ämtern, mit nahezu allen Medaillen und Ehrungen des Pferdesportverbandes Südbaden, des Landesverbandes, der LK und der FN ausgezeichnet, bis hin zum Deutschen Reiterkreuz in Bronze. Wertungsrichter bis zur höchsten Klasse, Turnierleiter, Turniersprecher mit sonorem Bass, Förderer der Jugend – und bei allem ein zugewandter, geselliger und fröhlicher Badener, der das Leben liebt. Jeder kennt und mag ihn. „Hallo Herr Schnebel“, rufen die Ortenauer Reiterkinder schon von Weitem, wenn sie ihn sehen. Er schafft es, Freundlichkeit und Respekt zusammen auszustrahlen.
1977 begann Schnebel seine ehrenamtlichen Tätigkeiten als Jugendwart im Reiterring Ortenau und im selben Jahr im Pferdesportverband. 1981 leitete er seine ersten Turniere in Meißenheim und in Kürzell (später managte er die Fusion der beiden Vereine). 1979 legte er die Richterprüfung ab. Von 2001 bis heute ist er Vorsitzender des Reiterrings Ortenau. In den Jahren von 2013 bis 2019 sprang er sogar als Interims-Vorsitzender beim Pferdesportverband ein, um damit einen Generationswechsel einzuleiten. Das war typisch für ihn, dem es nie um die eigene Person geht – aber stets um die Reiter seiner Region. Die Reiter der Ortenau organisieren für ihren Chef am 10. Januar einen Empfang in Ichenheim. Ad multos annos!