Basel: Richard Vogel gelingt der zweite Streich
Die CHI Classics in Basel nehmen langsam, aber sicher an Fahrt auf. Einer, der gleich zum Auftakt bei Weitem nicht langsam macht, ist Richard Vogel. Auch im Donnerstag-Hauptspringen gab der Europameister den Ton an.
Aus eins mach zwei – am Donnerstagabend brachte das 1,50-Meter-Springen in der St. Jakobshalle noch einmal eine ordentliche Portion Spannung mit. Man konnte es schon fast als eine eigene Liga beschreiben, in welcher sich Richard Vogel und der elfjährige Corydon van T&D-Nachkomme Phenyo van het Keysersbos befanden. Ganze drei Sekunden nahmen die beiden dem zweitplatzierten Franzosen Kevin Staut mit Feline de Hus HDC ab und sicherten sich mit einer Runde wie aus einem Guss und mit dem genau passenden Risiko den Sieg (59,33 Sekunden). Bei Staut stoppte die Uhr bei 62,60 Sekunden. Rang drei ging an Andreas Schou mit Billy Matador (62,79 Sekunden). Zum Abschluss hatte es der Weltcup-Sieger des vergangenen Jahres, Julien Epaillard mit seinem flinken Easy Up de Grandry, noch einmal spannend gemacht und so blieb der Franzose ebenso unter der 60-Sekunden-Marke, gar lag er mit 59,02 Sekunden unter der Zeit von Richard Vogel. Doch es wollten nicht alle Stangen liegen bleiben und so kassierte Epaillard zwei Abwürfe. Richard Vogel scheint in Basel wahrlich in Siegeslaune zu sein. Man darf also gespannt sein, was die nächsten Turniertage für den Baden-Württemberger noch bereithalten.
Auch in einem 1,45-Meter-Springen durften baden-württembergische Platzierungen gefeiert werden. Genauer gesagt ritt Pia Reich mit ihrem routinierten PB Löwenherz um den Sieg mit. Letztendlich blieb sie in beiden Phasen abwurffrei und reihte sich mit einer Zeit von 25,28 Sekunden auf Rang elf ein. Auch Adrian Schmid, der international für die Schweiz startet, sicherte sich mit Chicharito eine Platzierung. Ebenso abwurffrei rangierte er mit einer Zeit von 26,17 Sekunden auf Platz 13. Der Sieg ging an Romain Duguet mit Bel Canto de Boguin (23,45 Sekunden) vor Martin Fuchs mit Love de Vie (23,68 Sekunden) und Jos Verlooy mit Etundel de Marocy (24,16 Sekunden).