Lea Sophia Gut geht in den Norden
Das ist eine gute Wahl für die Championatsreiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann: Lea Sophia Gut, die baden-württembergische Rekord-Landesmeisterin der Nachwuchsklassen, wechselt im neuen Jahr als Bereiterin an ihren Stall in Pinneberg bei Hamburg. Lea Sophia Gut wird aber weiter für den baden-württembergischen Verein Weingarten starten – auch um weiter am BW-Bank-Cup teilnehmen zu können.
„Wir haben schon vor zwei Jahren Gespräche geführt“, berichtet die gebürtige Oberschwäbin, „aber damals war ich noch nicht so weit, von zu Hause wegzugehen.“ Christoph Zimmermann, Janne Meyers Ehemann und Geschäftspartner, der im internationalen Pferdehandel tätig ist, stammt bekanntlich ebenfalls aus Baden-Württemberg und hat die Karriere der jungen Landsmännin stets verfolgt. Lea Sophia Gut ist im Raum Biberach großgeworden; sie galt schon immer als reiterliches Wunderkind mit grenzenlosem Talent. In ihrer jungen Karriere hat sie schon über 60 S-Springen gewonnen, war als Junge Reiterin ebenfalls noch zweimal Landesmeisterin.
Jetzt passt es gerade, auch weil die dann 17-jährige Holsteiner Stute Canturia, ihr Erfolgspferd der Junge Reiter-Zeit, aus dem Sport gehen soll. Sie gehört ja nach wie vor ihrem Züchter Hans-Peter Rau, der im Schwarzwald wohnt und die Stute in der Zucht einsetzen will. Ihre beiden besten Pferde will die 23-jährige einst fünffache Pony-Landesmeisterin mit in den Norden nehmen, den achtjährigen Zangersheide-Hengst Sharm el Sheikh und die siebenjährige Holsteiner Stute Untouchable Uljana, die ebenfalls aus der Zucht von Hans-Peter Rau stammt. Ihr Vater Fred Blaimer und seine ebenfalls Springen reitende Partnerin Miriam Trentl werden bis auf weiteres die Ausbildung der jungen Pferde im Stall bei Memmingen übernehmen. Nahe an der bayerischen Grenze, bestritt Lea Sophia Gut auch in Bayern immer wieder Turniere und holte wichtige Siege. Fred Blaimer war seit Kindesbeinen an der zielstrebige Manager der Karriere seiner Tochter.
Lea Sophia Gut wird am Stall Meyer-Zimmermann die Bereiterin an der Seite der 44-jährigen Chefin sein, die sich mit kurzen Unterbrechungen seit fast 20 Jahren in der deutschen Spitze hält und in den Jahren 2010 und 2011 mit dem deutschen Team die Goldmedaille bei Welt- und Europameisterschaften geholt hat. Sie will sich auch am neuen Arbeitsplatz auf die U25-Serie konzentrieren, um dort Anschluss an die deutschen Spitze zu halten. In den Farben des nordbadischen Reitervereins Weingarten will sie aber auch immer wieder Turniere in der alten Heimat besuchen – durchaus mit einem Start in der Schleyer-Halle als Saisonziel.
Ähnliche Meldungen
Warte mal kurz...
Hat Dir der Beitrag gefallen? Ja? Dann schnupper doch mal in unsere Printausgaben.