Stuttgart: Rik Hemeryck schnell wie der Wind
Bereits nach dem ersten Starter im Qualifikationsspringen zum Stuttgart German Master, einem Zeitspringen über 1,50-Meter, zeichnete sich ab: Es sollte heiß hergehen. So wollte es Christian Ahlmann zum Auftakt direkt einmal wissen – und wie! Mit ordentlich Speed und viel Risiko auf der Schlusslinie legte er mit dem Zangersheider-Hengst D'aganix 2000 Z die Messlatte ziemlich hoch – 64,40 Sekunden galt es zu schlagen. Doch es zeigte sich, dass die Niederländer noch flotter reiten konnten. Bas Moerings, um genau zu sein. Auf der zehnjährigen Schimmelstute Kivinia meisterte er den Parcours flink wie ein Wiesel. Dies sollte dem Paar so schnell niemand gleichtun. Es war Rik Hemeryck, der als erster Starter nach der Pause den Stuttgarter Hexenkessel wieder zum Brodeln brachte. Platz genommen im Sattel des zwölfjährigen Wallachs Navarro van het Eelshof ging der Belgier auf der Schlusslinie volles Risiko ein, vertraute ganz auf das Springvermögen seines vierbeinigen Sportpartners. Der Mut zahlte sich aus: Neue Bestzeit in 61,06 Sekunden. Doch noch war nicht alles entschieden, denn der Start eines gewissen Herrens stand noch aus. Das Publikum wartete sehnsüchtig und als Richard Vogel schließlich in die Halle galoppierte, war die Begeisterung spürbar. Der Europameister saß auf dem kompakten, belgisch gezogenen Hengst Phenyo van het Keysersbos, der nur darauf zu warten schien, loszulegen. Ganz in Vogel-Manier ließ der 28-Jährige den reaktionsschnellen Braunen nur so über die Hürden fliegen. Nach 61,39 Sekunden durchquerte das Paar die Ziellinie und verpasste die neue Bestzeit nur um wenige Hundertstel. Gefährlich nahe an Hemerycks Bestzeit kam auch Rodrigo Giesteira Almeida mit der KWPN-Stute Karonia L., der sich am Ende den Bronzerang sicherte. Bereits im vorherigen Zwei-Phasen-Springen hatte der Portugiese eine hervorragende Leistung gezeigt, musste sich nur von Daniel Deusser geschlagen geben.
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