Bundeschampionate: Klare Dominanz in Parcours und Viereck bei den Vielseitigkeitspferden
Nach dem Auftakt im Warendorfer Gelände ging es heute für die Finalisten der Vielseitigkeit in Springen und Dressur um wertvolle Punkte. Im Feld der Fünfjährigen gab es hier, von Anna Lena Schaaf hervorragend in Szene gesetzt, kein Vorbeikommen an dem, von Gerd Neukäter gezogenen, Buster Moon-Nachkommen Barcley. Der Wallach wusste sowohl im Springen als auch in der Dressur auf ganzer Linie zu überzeugen und konnte dem Richtergremium in beiden Teilprüfungen die glatte Neun entlocken, was ihm die Führung vor dem morgigen Gelände einbrachte. Jerome Robine präsentierte seine, aus einer Escudo I-Mutter stammende Die Elli, die väterlicherseits, ebenso wie Julia Krajewskis bei den Sechsjährigen erfolgreich gerittene Diaconthierra auf Diacontinus zurückgeht, ebenfalls im besten Licht. Für gute Leistungen in Dressur und Springen vergaben die Richter Wertnoten von 8,6 und 8,8 was aktuell Platz zwei im Ranking bedeutet. Felicia von Bath und Novia von Cascadello I (MV Carry) aus der Zucht von Hans-Peter Löding-Hasenkamp und im Besitz von Thore von Horsten stehend, konnten vor allem im Springen glänzen. Für eine blitzsaubere Runde gab es hier die 8,7. In der Dressur wurde es die 7,7 und damit momentan Position drei im Feld der fünfjährigen Vielseitigkeitspferde.
Bestens lief es in dieser Altersklasse auch bei Emma Brüssau und ihrer, selbst gezogenen Karajan-Tochter Khaleesi. Die Stute ist eine Tochter von Donnerstag, mit der Emma Brüssau bereits ab dem Juniorenalter erfolgreich unterwegs war. Im Springen konnten das Paar, nach einer herausragenden Gelände-Führung, ebenfalls überzeugen und sich dank einer harmonischen Runde, die vom Richtergremium mit der 8,2 bewertet wurde, auf Platz sieben einreihen. Im Viereck wurde ebenfalls die 8,2 gezückt, was aktuell den starken sechsten Platz einbringt. „Lissy, so heißt Khaleesi bei uns im Stall ist ein super ehrliches Pferd. Sie möchte immer alles richtig machen, das hat sich durch die ganze Ausbildung gezogen. Ich glaube auch, dass sie für ihr Alter schon ziemlich weit ist. Sie ist schon gut ausbalanciert und macht in der täglichen Arbeit sehr viel Spaß“, lobte Brüssau ihre Stute.
Aus baden-württembergischer Sicht ebenso besonders erfreulich auch die Ritte von Sven Lux und des, im Besitz des Haupt- und Landgestüts Marbach stehenden Zauberdeyk-Nachkommens Berlioz (Z.: Monika Mittermeyer). Mit einer 7,7 in der Dressur und der 7,8 im Springen liegt das Paar aktuell auf Platz neun und somit in den Top Ten der stark besetzten Prüfung: „Berlioz ist unglaublich rittig und lässt sich immer sehr gut arbeiten. Obwohl der Fokus auf dem Gelände liegt, haben wir natürlich vor dem Bundeschampionat die Dressuraufgabe und auch das Parcoursspringen noch einmal verfeinert“, so Lux. Auch Dr. Astrid von Velsen-Zerweck war voll des Lobes für den jungen Hengst: „Im Vergleich zum Trakehner-Championat in Münster hat er sich noch einmal weiterentwickelt. Er hat nochmal mehr Kraft bekommen, mehr Stabilität und Sicherheit erhalten,“ so die Landoberstallmeisterin.
Bei den Sechsjährigen liegt aktuell die, unter dem Sattel von Anna von Beauvais, brillant und vor allem in beiden Teilprüfungen konstant auftretende, Camidam-Tochter Calia aus der Zucht von Klaus Dierks (B.: Moritz Willke) vor dem abschließenden Gelände auf der Spitzenposition. Das Paar erhielt im Springen eine Wertnote von 8,7 und in der Dressur die 8,4. Nach einem Dreifach-Erfolg im der Finalqualifikation lieferte Olympiasiegerin Julia Krajewski auch am heutigen Tag ab und konnte sich im Sattel der, von Eckhard Kögler gezogenen Karajan-Tochter Ajana (MV C-Trenton Z) sowohl im Viereck als auch im Parcours die starke 8,5 sichern, was aktuell Platz zwei im Ranking der Sechsjährigen bedeutet. Zudem positionierte die hocherfolgreiche Ausbilderin mit dem Händchen für junge Pferde, Diaconthierra von Diacontinus (MV Heraldicus) aus der Zucht und im Besitz von Alexandra Schwegmann mit der 8,0 in der Dressur und einer 8,4 im Springen auf dem aktuellen Rang drei.
Auch die Vielseitigkeitsponys nähern sich ihrem diesjährigen Champion immer weiter an. Nach den heutigen Vorstellungen in Dressur und Springen führt der, von Hannah Weinkopf, mit einer Wertnote von 8,2, vor allem in der Dressur bestens in Szene gesetzte Rob Roy van het Klavertje- Sohn Relax ZV WE aus der Zucht der ZG Vahrmann und im Besitz der Ponyzucht Hollenbach GbR das Feld aktuell an. Im morgendlichen Springen zückte das Richtergremium eine 7,8. Anna-Marie Frahm und Buchenhain Richard Löwenherz (Z.: ZG Reimers/Petersen, B.: Maira Hansen) kamen mit einer soliden 7,4 aus dem Viereck und mit der 8,3 als Bestnote aus dem Parcours - aktuell Platz zwei. Auf dem dritten Rang positionierte Belissa Müller-Winterscheid den Herzkönig-Sohn Herzdieb aus der Zucht und im Besitz von Jens Reents. Der Hengst zeigte sich mit der 7,6 in der Dressur und der 7,5 im Springen in beiden Teilprüfungen konstant.
Die Trossingerin und seit Jahren sowohl im Pony-, als auch im Großpferdesattel erfolgreiche Merle Hoffmann erhielt für ihre Ritte mit der Grande Grey-Tochter Prima Rubina (MV Constantin) aus der Zucht und im Besitz von Friedrich Kuhlmann Wertnoten von 6,7 in der Dressur und 7,6 im Springen, womit sich die beiden vor dem sonntäglichen Gelände auf Platz acht einreihen.
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