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Dienstag, 07.05.2019 um 17:06

Simone Blums historischer Badenia-Sieg

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Mit historischen Siegen kennt sich Simone Blum bekanntlich aus. 2018 holte sie als erste deutsche Amazone bei den Weltmeisterschaften in den USA den Einzeltitel. Und am Dienstag in der Mannheimer „Badenia“ war die 30-jährige Bayerin die zweite Reiterin überhaupt, die das Mannheimer „Double“ gewinnen konnte – also sonntags das „Championat“ und am Dienstag die „Badenia“. Das war bislang nur Meredith Michaels-Beerbaum auf einem Pferd gelungen; das ist 26 Jahre her.

Aus Mannheimer Sicht war aber der vierte Platz des 22-jährigen Lokalmatadors Richard Vogel die Sensation. Der frühere Schüler von Ludger Beerbaum, der in Viernheim wohnt und trainiert, setzte mit seinem Lesson Peak im Stechen alles auf eine Karte und landete mitten in der europäischen Spitze. Es war der größte Erfolg seiner jungen Karriere.  

Im Stechen, das zwölf Paare erreicht hatten, waren Weltmeisterin Simone Blum und ihre zwölfjährige Stute DSP Alice eine Klasse für sich. Der Sieg war zu keiner Zeit gefährdet. Geradezu lässig flog die langbeinige Fuchsstute über die Hindernisse, blieb weit weg von jeder Stange und anderthalb Sekunden schneller als alle anderen.

Auf den zweiten Platz ritt der Spanier Sergio Alvarez Moya mit seiner neunjährigen Stute Attraction, Dritter wurde Maurice Tebbel mit seinem zehnjährigen Hengst Don Diarado. Tebbel und Blum sind als Youngster im deutschen Team seit einigen Jahren Wegbegleiter.  Felix Hassmann hatte das Stechen eröffnet und im Sattel des Schimmels Cayenne WZ vorgelegt. Das Pferd befindet sich im baden-württembergischen Besitz des Ludwigsburger Mäzens Wolfgang Zipperle – daher das WZ.

Zwei weitere Baden-Württemberger scheiterten nur an der erlaubten Zeit, obwohl sie im Umlauf ohne Abwurf waren: Der schwäbische Syrer Mogheeth Alshehab auf Camillo und Nationenpreisheld Sven Schlüsselburg aus Ilsfeld auf Bud Spencer; beide Pferde zeigten aber wieder überragendes Vermögen.

(rok/Foto: Frieler)

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