"Wir brauchen ein Reset" - Veranstalter gründen vorläufige Interessengemeinschaft
In Offenburg während der BadenClassics gab es schon erste Tendenzen für eine Interessengemeinschaft der Veranstalter des Landes, nun fand gestern beim Reitverein Pforzheim die formale Gründung statt. 30 Vereine haben sich vorerst zusammengeschlossen, die als kurzfristiges Ziel die Umwandlung in einen Verein haben. Dann, so IG-Sprecher Volker Trefzger, hätte man sicherlich ein größeres Gewicht. Für das erste wurden pro Regionalverband drei Vertreter bestimmt. Für Württemberg sind dies Dieter Melwitz (Ilsfeld), Eliza Hirscher (Friedrichshafen-Ailingen), Daniela Krause (Ludwigsburg), für Nordbaden Christian Kraus (Pforzheim), Ulrich Burger (Oberderdingen), Günther Raupp (Spöck), für Südbaden wurden Reinhard Schill (Ichenheim), Dr. Simone Günther (Überlingen) und Volker Trefzger (Schopfheim) benannt.
Anlass der Interessengemeinschaft Veranstalter ist es, eine stärkere Lobby in der Landeskommission und bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN zu bekommen. "Sie machen uns fast tot", so Volker Trefzger. "Wir brauchen ein komplettes Reset und müssen deswegen an vorderer Front etwas erreichen. Denn wir alle möchten auch in Zukunft noch Turniere durchführen und brauchen dafür nachhaltige Strukturen."
Von der Richterrotation, über zu hohe Gebühren und Ausgaben für Tierärzte, Schmid und Co bis hin zu Terminkollisionen standen viele Sorgen und Belange der Veranstalter aus Baden-Württemberg zur Debatte, über die emotional im Reiterstübchen Pforzheim diskutiert wurde. LK-Vorsitzender Frank Reutter und LK-Geschäftsführerin Miriam Abel waren auch nach Pforzheim gekommen und konnten in vielen Fragen aufklären und Vorwürfe aufheben. Das wurde von allen Seiten vielfach begrüßt. In Zukunft dürfte durch eine bessere Kommunikation die Zusammenarbeit gestärkt werden, um so auch auf bundesweiter Ebene die Veranstalter-Interessen vorzubringen. (mos)
Foto: Doma
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