BW-Bank Hallenchampionat: Hansi Dreher bleibt das Maß der Dinge
Die renommierte Serie des BW-Bank Hallenchampionats sollte in diesem Jahr Halt im südbadischen Ichenheim machen. Vor allem auf Wunsch der Reiter entschied man sich für die Station in Südbaden. Ein gutes halbes Jahr ist es nun her, dass im Rahmen der Stuttgart German Masters der aktuelle „Hallenchampion“ gekrönt wurde. Es war kein geringerer als „Hansi“ Hans-Dieter Dreher, der sich diesen Titel im November sicherte. Und in der ersten Qualifikation in diesem Jahr stellte er schon einmal klar: auch in diesem Jahr gilt es ihn als Konkurrenten zu fürchten!
Die Springprüfung über 1,45 m sollte in einem anschließenden Stechen entscheiden, wer für den Einzug in die Schleyerhalle die ersten wichtigen Punkte kassiert. Insgesamt werden pro Qualifikation den ersten 25 Paaren Punkte gutgeschrieben. Dabei gibt es für den Sieg 26 Punkte, danach 24, 23, 22, usw. Den Auftakt im Stechen, den machte wie bereits im Umlauf ein sehr erfahrenes Paar in dieser Serie. Die Rede ist von Niklas Krieg und seinem zwölfjährigen Action-breaker – Sohn Alexis C. Mit gutem Rhythmus war er in das Stechen gestartet, kam dann jedoch in einer der Schlusslinien mit ein wenig zu viel Risiko zum Steilsprung und musste einen Abwurf in Kauf nehmen. Sicher zu Ende geritten waren sie in 44,81 Sekunden im Ziel. Dass die Zeit zu schlagen war bewies Heimmatador Alexander Schill. Mit viel Mut und Vermögen in der Kombination zeigte sich seine Chelsea Gravelotte in absoluter spitzen Form. Bis zum Schluss kämpfte die Selle Francais Stute mit ihrem Reiter und wollte keinen Fehler machen. Null, und 44,35 Sekunden war das Ergebnis, das es nun zu schlagen galt. Wie auch Schill, war auch die nächste Reiterin frisch von den Deutschen Meisterschaften in Balve zurückgekehrt, um auch in diesem Jahr wieder eine Chance auf ein Finalticket zu ergattern. Nach einer bärenstarken Nullrunde im Umlauf, kam es im Stechen gleich zu Beginn des Parcours zu einem Abwurf und einer kurzen Unstimmigkeit. Ritter entschied sich daraufhin ihrem Con Stakky mit einer ruhigeren und sicher gerittenen Runde Sicherheit zu geben und nichts weiter zu riskieren.
Kampf um die Spitze
Vorne mit dabei sein wollte auch Timo Beck, der seinen Conthalo dem noch jungen Alter entsprechend nicht mit vollem Risiko und den engsten Wendungen durch das Stechen ritt. Die Abstammung des erst achtjährigen Braunen lässt wohl das ein oder andere (Springpferde-) Züchterherz höherschlagen: Conthargos und Chacco-Blue gefolgt von Cento steht in den Papieren, was Conthalo auch im Parcours nicht verläugnen kann.
Nun sollte es aber so richtig spannend werden. Für die erste Qualifikation hatte der amtierende Hallenchampion Hansi Dreher seinen routinierten Cous Cous gesattelt. In gewohntem Stil und engsten Wendungen legte er das Stechen an. Mit seinem großen Grundgalopp macht der Schimmel nicht nur ordentlich Meter, sondern war mit 42,25 Sekunden auch noch deutlich schneller als der bislang Führende Schill gewesen. Doch nicht nur Dreher hatte einen schnellen Schimmel für das Stechen parat: Armin Schäfer jun. ließ seinen ehrgeizigen zehnjährigen Dante ordentlich galoppieren. Mit bester Manier durchquerten sie nach 43,14 Sekunden die Ziellinie. Nicht ganz für die Führung gereicht, war es am Ende immer noch der zeite Platz, über den sich Schäfer freuen durfte. Mit etwas viel Schwung in die Kombination kam die nächste Amazone. DSP Claus Peter hatte Alia Knack gesattelt und musste schlussendlich einen Abwurf an der Kombination in Kauf nehmen. Ebenfalls ein Wörtchen mitsprechen in diesem jahr möchte Sascha Braun. Erneut auf seine Emmylou Balou Z gesetzt blieb auch er fehlerfrei in 44,83 Sekunden. Am Ende der fünfte Rang. Denn vor Braun und Schill schob sich Thomas Mang in das Gesamtklassement. Mit seiner Grand Zara ritt er eine feine Stechrunde und setzte sich auf den dritten Rang. Dann waren es noch zwei, die Dreher den Sieg nehmen konnten. Doch sowohl Marcel Marschall als auch Kai Ruggaber und sein Mr. Newman mussten einen Abwurf in Kauf nehmen.
Hinter den Stechteilnehmern ebenfalls platziert waren Rossen Raytchev vor Alina Hertig und Lea Sophia Gut.
An diesem Wochenede ist unsere Fotografin Doris Matthaes für Sie vor Ort gewesen! Hier kommen Sie direkt zu den Bildern.
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