Ein Diamant glänzt in Ichenheim
Das Adjektiv „langsam“, das gibt es wohl in seinem Wortschatz nicht. Die Rede ist von Benjamin Wulschner, der im Sattel von Diamant de Plaisir das heutige Zwei-Phasen-Springen über 1,45 m für sich entschieden konnte.
Lange Zeit war es Jungprofi Sönke Aldinger vom Josefshof gewesen, der mit der Numero Uno-Tochter Nyjerc Z, das Feld anführte. Er hatte sich als 15. von insgesamt 29 Startern den Parcours von Phil Schmauder und seinem Team vorgenommen. Gleich die erste Phase legte er flüssig an, schaltete in der zweiten Phase allerdings noch einen Gang höher. Mit viel Risiko und etwas Glück flog er mit der sich sehr qualitätsvoll zeigenden braunen Stute ins Ziel. Null und 30,98 Sekunden – das sollte ihm so schnell keiner nachmachen. Mit seiner Runde verwies er die bis dato Führenden Marcel Marshall und Julia Beck auf einen hinteren Podestplatz. Er hatte für dir großen Aufgaben an diesem Wochenende erneut auf seinen Kanhan L gesetzt. Mit gutem Grundgalopp ausgestattet sprang der neunjährige dunkle Wallach zur ersten fehlerfreien Runde in diesem Kurs. Sein Reiter hatte die zweite Phase nicht mit dem letzten Risiko, sondern eher mit etwas mehr Übersicht angelegt, um die „0“ sicher zu halten. Ihm gleichziehen wollte Julia Beck – und es sollte ihr gelingen: My Diamant, achtjährig abstammend von Diamant de Semilly, hatte seinem Kollegen Kanhan wohl gut zugesehen. Ebenfalls fehlerfrei und ebenfalls in 33,77 Sekunden waren die beiden im Ziel. Damit teilten sich Marschall und Beck schlussendlich den dritten Rang. Denn, wie es schon das Sprichwort besagt, kommt das Beste meist zum Schluss. So auch in diesem Springen. Als letzter Starter hatte Benjamin Wulschner sein drittes Pferd an den Start gebracht. Vielleicht kam das Pferd oder der Name dem ein oder anderen bekannt vor, denn der mittlerweile 13-jährige Diamant de Plaisir überzeugte in den vergangenen Jahren bereits auf so einigen großen Plätzen. Dort jedoch unter Holger Wulschner. Nun bei seinem Sohn im Stall stehend knüpft er an seine Erfolge an und bewies auch im Ichenheimer Zwei-Phasenspringen überdurchschnittlichen Ehrgeiz und Mut zum Sprung. Der Hannoveraner und sein Reiter nahmen Aldinger noch einmal sechs zehntel ab und sicherten sich mit einer Zeit von 30,34 Sekunden den Sieg.
Auf Platz fünf im Endklassement folgte Michael Herhalt. Mit seinem langjährigen Partner Chacco MH gelang auch ihm eine stilsichere Nullrunde in 34,34 Sekunden. Hinter Herhalt reihte sich die Schülerin des Siegers ein. Genauer gesagt sind das Elena-Malin Reitzner und ihr Guinness gewesen. Rang Sechs für sie vor Thomas Grimm, Benjamin Wulschner – diesmal im Sattel von Castle Camiro, Markus Kölz und Jochen Teufel.
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