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Donnerstag, 03.01.2019 um 21:47

Eppelheim huldigt der Pfalz-Gräfin

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Sie ist ein Paradiesvogel in der ansonsten mitunter spießigen Dressurszene, mit ihrem hellblonden Punkerschnitt und der ansteckend lauten Lache. Aber vielleicht gerade deshalb: Jeder mag sie. Uta Gräf, Dressurausbilderin aus Alzey, burschikos in der Art und doch so gefühlvoll, wenn sie im Sattel eines ihrer Dressurpferde sitzt. Die „Gräfin aus der Pfalz“ ist das, was man eine "coole Socke" nennt.

So lässig und dennoch erfolgreich: Uta Gräf war am Donnerstagabend beim Höhepunkt des Dressurteils auf dem Dreikönigs-Reitturnier auf der Reitanlage Wolf bei Eppelheim eine Klasse für sich: Mit den beiden Wallachen Designer und Sico de Luxe schaffte sie sogar einen Doppelsieg in der S-Dressur, beide zehnjährigen Pferde steuerte sie zu einem Ergebnis von fast 70 Prozent – das war überlegen.

Uta Gräf verwies die Oberschwäbin Nicole Kohler aus Rißegg bei Biberach auf die Plätze, auch diese Berufsreiterin hatte zwei Pferde in der Platzierung; beide übrigens aus eigener Zucht: Der neunjährige Oldenburger Franzel ist sogar nach seinem Züchter Franz Kohler, dem Vater der Reiterin, benannt. In seinem Sattel wurde sie Dritte, mit der eleganten Württemberger Stute Sierra Vierte. Nicole Kohler nahm den weiten Weg übrigens nicht nur wegen des Turnierstarts auf sich – sie nutzt die Feiertage für einen Familienbesuch. Ihre Cousine Julia wohnt mit ihrem Mann, dem hiesigen Reitstallbesitzer Günter Treiber, auf dem Hegenich-Reiterhof in Eppelheim.

In den M-Dressuren freute sich der 16-jährige Moritz Treffinger, dreifacher Pony-Europameister des vergangenen Jahres, besonders über seinen geglückten Umstieg aufs Großpferd. Im Sattel seines erst achtjährigen Rappwallachs Standing Ovation holte er auf Anhieb eine goldene Schleife.

Die Dressurreiter waren noch bei ihrer Ehrenrunde, da tuckerten auf den Feldern der Birgikhöfe vor Eppelheim schon die großen Transporter der Profi-Springreiter aus dem ganzen Land an. Niklas Krieg aus dem deutschen Perspektivkader rollte aus dem Schwarzwald zuerst an, dann ging es Schlag auf Schlag. Heute geht es beim Dreikönigsturnier schon über Sprünge. Sportliche Höhepunkte sind zwei S-Springen, eines am Samstagabend (ab 18.15 Uhr), das zweite am Sonntag, 6. Januar, ab 15.15 Uhr. Zu den bekanntesten Startern zählen die beiden baden-württembergischen Top-Springreiter Hans-Dieter Dreher und Multimeister Michael Jung (rok).

Foto:D.Matthaes/Gräf-Designer

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