Nürnberger Burg-Pokal: Geschwister Sorg liefern sich ein Kopf-an-Kopf Rennen
Mit dem Startglocke auf dem großen Reitplatz in Tübingen begann die diesjährige Nürnberger Burg-Pokal-Serie der Springjunioren in Baden-Württemberg. Trotz durchwachsener Wetterbedingungen stellten sich 29 Nachwuchsreiterinnen und -reiter der anspruchsvollen Stilspringprüfung der Klasse M*. Die Serie, die 2025 bereits zum 17. Mal ausgetragen wird, gilt als bedeutende Plattform für junge Talente im Land. Den Anfang machte eine besondere Nachwuchsreiterin: Die erst 11-jährige Bellaluna Resnick eröffnete die Prüfung und setzte mit ihrer feinen Runde gleich zu Beginn ein erstes Ausrufezeichen. Sie sattelte für die Qualifikationsprüfung ihre erst neunjährige Vagabond de la Pomme -Tochter Velvety S. Gemeinsam drehten sie ein feine Runde, die gleich zu Beginn mit einer 7,9 belohnt wurde. Gleichermaßen mit dieser Note belohnt wurde Ann-Sophie Mayr. Sie ist bereits erfahrener in der Serie des Nürnberger Burg-Pokals und das sowohl im Spring- als auch im Dressursattel. Man wünschte sich ihre Cartwright immer wieder etwas runder in der Galoppade, sowie etwas durchlässiger, weshalb es am gestrigen Tag keine „8er“-Note wurde. Für die junge Resnick und auch für Mayr hieß es Platz acht in der abschießenden Wertung. Ein glattes „Gut“ gab es für Lena Habisreutinger und ihren Zangersheide-Wallach Attack van’t Koningshof. Auch sie wollen, wie breits im vergangenen Jahr, im November beim Finale dabei sein. Mit diesem Auftakt und Platz sieben ist der Grundstein dafür gelegt. Auf dem sechsten Rang reihte sich ebenfalls ein „neues“ Gesicht in der Serie ein. Die junge Nachwuchsreiterin Vroni Grüber brachte ihren schick aufgemachten Dexter an den Start. Nachdem sie mit etwas wenig Schwung in den Parcours startete, fand sie an Sprung drei zurück in einen flüssigen und gleichmäßigen Rhythmus – Platz sechs war d er Lohn Die Spitze des Starterfeldes rückte eng zusammen, was sich nicht zuletzt in zwei geteilten Platzierungen widerspiegelte: Sowohl Elisa Hoffmann auf ihrer quirligen Stakkato Gold-Tochter Elisha als auch Gabriella Thess mit ihrer zehnjährigen Schimmelstute Katootje Blue R.T. belegten gemeinsam den vierten Platz. Beide Reiterinnen überzeugten mit ruhigem Grundsitz, feinem Gefühl für das Tempo und sicherer Linienführung.
Auch der zweite Platz wurde doppelt vergeben: Allegra Elisabeth Hüttig, bestens bekannt aus dem Pony-Lager, brillierte auf ihrer feinen Qualito I-Tochter Quila von Kükenmoor. Ebenfalls mit einer Wertnote von 8,3 reihte sich Colin Sorg ein, der zu Beginn des Parcours ebenfalls etwas Zeit für den idealen Rhythmus brauchte, dann aber eine souveräne Runde auf seiner Cordelia zeigte.
Der Sieg an diesem Tag, der blieb allerdings in der Familie Sorg. Genauer gesagt bei der erst 13-jährigen Elin Sorg. Bereits als vierte Starterin stellte sie sich dem für die erste Etappe nicht ganz einfachen, dennoch dme Starterfeld gerecht werdenen Parcours und lieferte eine Bilderbuch reife Runde. Mit genügend Übersicht und idealem Gleichmaß überzeugte sie das Richterduo, bestehend aus Theresia Hertle und Stefan Tröster. Somit sichert sich Sorg mit einer 8,4 den ersten Sieg in der diesjährigen Tour. Für die jungen Talente heißt es nun den Schwung mitzunehmen, denn die nächste Etappe des Nürnberger Burg-Pokals lässt nicht lange auf sich warten. Bereits in zwei Wochen zieht die Serie nach Winnenden, wo es ebenfalls um wertvolle Punkte für das Finale während der Stuttgart German Masters geht.
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