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von Leonie Wolff am Samstag, 05.04.2025 um 17:55

Basel: Marcus Ehning siegt im Großen Preis

Mit DPS Revere springt Marcus Ehning zum Sieg.  /  © Lafrentz

Heute sollte er sich entscheiden. Der Große Preis der CSI3*-Tour, die im Rahmen der World Cup Finals in Basel ausgetragen wurde. Getragen von der Turkish Airlines versprach die Prüfung über 1,55 m bereits im Umlauf ein spannendes aber vor allem rasantes Stechen, wofür sich sage und schreibe sieben Paare qualifizierten. Darunter auch Jordy van Massenhove, der das Stechen eröffnete. Bereits als dritter Starter im Umlauf lieferte er die erste Nullrunde. Im Stechen riskierte der Belgier allerdings nichts, um mit einer sicheren Nullrunde punkten zu können. Nach 43,18 Sekunden durchquerte er im Sattel seines Zangersheide-Wallachs Verdiamo Z die Ziellinie, was schlussendlich für den sechsten Rang reichen sollte. Dass die Zeit allerdings gut zu schlagen war, bewies zugleich die ebenfalls für Belgien startende Annelies Vorsselmans. Mit ihrem schick aufgemachten Trezeguet strebte sie eine schnelle Runde an, musste dann allerdings im Verlauf des Parcours einen ärgerlichen Fehler in Kauf nehmen. Mit viel Risiko gestartet nahm sie nach dem Abwurf etwas das Tempo heraus. Die Zeit: 38,50 Sekunden. Damit am Ende allerdings Rang sieben für die beiden. Aus dem Fehler seiner Vorreiterin gelernt hatte Max Kühner. Im Sattel von EIC Julius Caesar fand er genau das richtige Maß an Risiko und Fingerspitzengefühl, um vorerst mit 38,52 Sekunden die Führung zu Übernehmen. Doch diese sollte er nicht lange halten, denn ihm folgte der Franzose Julien Epaillard. Und spätestens seit dieser Weltcup-Saison ist allen klar: Er kann schnell! Und nicht nur das, er riskierte als erster im Stechen die engsten Wendungen – die Uhr zeigte 37,48 Sekunden. Auch der aus Norwegen stammende Johan-Sebastian Gulliksen jagte die Zeit des Franzosen, konnte die Zeit allerdings nicht aufholen und platzierte sich am Ende an fünfter Stelle. Die Spitze sollte sich also eng beisammen finden.

DSP Revere, einen zwölfjähriger Wallach von Hermes de Reve, hatte Marcus Ehning in einem stilistisch idealen Umlauf für das Stechen qualifiziert. In gewohntem Stil, engsten Wendungen und immer die erste Distanz wählend flogen die beiden nahezu mühelos durch das Stechen. Der Lohn: 37,13 Sekunden und die Führung, die der Deutsche bis zum Schluss verteidigen sollte. Zwischen Ehning und Epaillard reihte sich der Schweizer Bryan Balsiger, der vorheimischer Kulisse für seine spektakuläre Runde im Stechen gefeiert wurde (37,43 Sekunden). Sein vierbeiniger Partner unter dem Sattel Castiel verlor in der Luft keine Zeit, doch es gab kein Herankommen mehr an die Zeit von Marcus Ehning. Damit stand Ehning als Sieger fest, vor dem Schweizer Bryan Balsiger und Julien Epaillard, der das Podium komplettierte.

Mit einer schnellen Vier-Fehler Runde ebenfalls platziert waren Barbara Schnieper, Adrian Schmid, Alain Jufer, Luciana Diniz und Martin Fuchs.

Leonie Wolff (Werkstudentin)

Studiert Germanistik und Sportwissenschaften in Stuttgart, unterstützt währenddessen die Redaktion und das Social Media Team. Schreibt am liebsten Porträts und über den Springsport und ist selbst im Springsattel bis zur Klasse M erfolgreich unterwegs.

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