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von Leonie Wolff am Freitag, 04.04.2025 um 11:44

Basel: Die erste Hürde ist geschafft

Sophie Hinners lieferte beim Weltcup Finale in Basel im ersten Springen das beste deutsche Ergebnis.  /  © Lafrentz

Die Springreiter machten den Auftakt bei den FEI World Cup Finals in Basel. Am gestrigen Abend stellten sich die 39 besten Springreiter der vergangenen Weltcup-Saison dem 1,60 Meter hohem Zeitspringen.

Der Schweizer Parcourschef Gerard Lachat stellte in den heimischen Hallen einen durchaus anspruchsvollen, jedoch dem Starterfeld absolut gerecht werdend. Am einfachsten ließ der Franzose Julien Epaillard im Sattel seines aus der familieneigenen Zucht stammenden Wallachs Donatello d’Auge aussehen. Ihm gelang eine fehlerfreie Runde in der Zeit von 60,30 Sekunden. Doch an der Spitze ging es eng zu. So wurde er von dem durch einen Fußbruch gehandicapten Ben Maher mit seinem Point Break im wahrsten Sinne des Wortes gejagt. Maher reihte sich mit einer ebenso fehlerfreien Runde und einer Zeit von 60,43 Sekunden auf Rang zwei ein. Die junge Amazone aus den Staaten Lillie Keenan wollte mit dem Spitzenduo mithalten und bewies schon im ersten Springen starke Nerven. Der Lohn: Rang drei mit ihrem elfjährigen Hengst Kick on (60,69 Sekunden). Titelverteidiger Henrik von Eckermann setzte gleich zu Beginn der Prüfung mit seiner grundschnellen Stute Iliana die Messlatte sehr hoch. Iliana tritt in sehr große Fußstapfen ihres Stallkollegens und Multichampion King Edward. In der ersten Wertungsprüfung reichte es schlussendlich für Rang vier (61,26 Sekunden).

Die meisten wollten schon am ersten Tag nichts dem Zufall überlassen. So auch Sophie Hinners, die als beste Deutsche das Zeitspringen beendete. „Bis auf eine Wendung ist mir alles nach Plan geglückt und ich bin natürlich super happy, wie My Prins gesprungen ist“, freute sich Sophie Hinners, die sich mit Iron Dames my Prins und einer fehlerfreien Runde Rang sieben sicherte (62,56 Sekunden). Ihr Lebensgefährte Richard Vogel wäre mit United Touch sogar noch etwas schneller gewesen, jedoch hatte er nicht das letzte Quäntchen Glück und kassierte einen Abwurf. Die gute Zeit von 61,81 Sekunden reichte noch für Rang zwölf. Damit befindet sich der Baden-Württemberger noch in Tuchfühlung zur Spitze. Gleichermaßen von einem Abwurf betroffen war der international für Österreich startende Max Kühner und sein EIC Up too Jacco Blue. Er beendete das Springen mit einem Abwurf auf dem ärgerlichen ersten Reserverang. Apropos Quäntchen Glück: Auch Hansi Dreher und sein großrahmiger Vestmalle des Cotis waren sehr schnell unterwegs, jedoch mit etwas zu viel Risiko und ein klein wenig Pech. Die beiden beendeten das Zeitspringen mit zwei Abwürfen und einer Grundzeit von 61,52 Sekunden). Das bedeutete Rang 22.

Heute geht’s für die Springreiter gleich mit der zweiten Wertungsprüfung, einem Springen über 1,60 Meter mit anschließendem Stechen, weiter. Bevor es im Parcours spannend wird, tauscht Basel die Sprünge gegen das Dressurviereck aus und widmet sich der ersten Wertungsprüfung der Dressurreiter.

Leonie Wolff (Werkstudentin)

Studiert Germanistik und Sportwissenschaften in Stuttgart, unterstützt währenddessen die Redaktion und das Social Media Team. Schreibt am liebsten Porträts und über den Springsport und ist selbst im Springsattel bis zur Klasse M erfolgreich unterwegs.

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