WPSV: Komplettes Team bestätigt und kritische Zuversicht
Nach Nordbaden und Südbaden rief auch der Württembergische Pferdesportverband (WPSV) zur Mitgliederversammlung auf. Insgesamt zog Präsident Frank Reutter ein positives Resümee aus 2024: „Das vergangene Jahr war für den Württembergischen Pferdesportverband wieder ein weitestgehend „normales“ Jahr“. Ein besonderes Highlight der Saison bildete die Ausrichtung des Bundespferdefestivals beim RFV Blaubeuren. Dem Württembergischen Pferdesportverband ergeht es ähnlich wie Nordbaden und Südbaden. So verbucht der WPSV bei den Mitgliederzahlen ebenso einen (leichten) Rückgang. Mit 484 Vereinen und 55.297 Mitgliedern (minus 165 Personen) liegt der WPSV nach wie vor an neunter Stelle der mitgliedsstarken Sportfachverbänden in Württemberg. Damit bleiben die Mitgliederzahlen zunächst stabil, was Präsident Frank Reutter als zufriedenstellend bezeichnete, aber gleichzeitig auch mit einer Ermahnung verband: „Der WPSV erhebt die Mitgliederzahlen nicht selbst, da allein die Zahlen des WLSB zur Berechnung von Beitragsrückfluss und Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln herangezogen werden. Gar nicht oder nicht rechtzeitig abgegebene Meldungen beeinflussen die Höhe der Zuschüsse negativ“. Ähnlich wie die Mitgliederzahlen habe sich auch die Anzahl der Veranstaltungen verhalten. „Hier sind die Zahlen von vor Corona noch nicht wieder erreicht“, erläuterte Frank Reutter. Ein interessanter Fakt am Rande: Die Summe der breitensportlichen Veranstaltungen liegt beinahe wieder auf dem Vor-Corona-Niveau.
„Einer unserer wichtigsten Anliegen ist und bleibt, Kinder und Jugendliche für das Pferd und den Pferdesport zu begeistern und damit auch die Existenz unserer Vereine langfristig zu sichern“, beschrieb Frank Reutter. Um dieses Ziel zu erreichen fördert der Württembergische Pferdesportverband nach wie vor vereinseigene Schulpferde, Jugendprüfungen bei WPSV-Turnieren oder auch Lehrgänge. Auch finanziell steht der Pferdesportverband gut da, wie Finanzvorsitzende Heike Glück berichtete.
Die Mitgliederversammlung hatte noch ein weiteres Highlight. So standen Neuwahlen an. Die Vereinsvertreter bestätigten in Weilheim den kompletten Vorstand wieder im Amt – alle einstimmig und voller Wertschätzung. Damit bleibt Frank Reutter Präsident des Regionalverbandes, Eddy Stöferle, Holger Martin und Dominik Pecha seine Stellvertreter. Heike Glück als Finanzvorstand, Petra Rometsch als Verbandsjugendwartin und Lukas Vogt als Breitensport- und Umweltbeauftragter erhielten ebenso Rückenwind.
Nach der Wiederwahl haben wir uns mit Präsident Frank Reutter unterhalten:
Was bedeutet Ihnen die Bestätigung als Präsident des Württembergischen Pferdesportverbands?
Einerseits ist das ein Vertrauensbeweis, dass die Arbeit, die wir in den letzten Jahren gemacht haben, geschätzt wird. Die Resonanz könnte natürlich auch besser sein. Wir im Präsidium sehen das so: Wir wissen, dass es ganz gut läuft. Heute bei diesem tollen Wetter hat der ein oder andere vielleicht etwas anderes vor. Aber im Großen und Ganzen ist es ein schöner Vertrauensbeweis.
Was nehmen Sie sich grundsätzlich für die neue Amtsperiode vor?
Uns ist insbesondere das Schulpferde- und Ausbilderhema wichtig, dabei besonders die Kooperation Schule, Verein, Kindergarten. Das ist einfach nach Corona nicht mehr in die Gänge gekommen. Wir müssen schauen, dass die Vereine etwas tun. Wenn wir die Schulpferdeförderung auch aus finanziellen Gründen ausweiten müssen, müssen wir im Zweifel auch über eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags nachdenken. Ich denke aber, dass hier das Geld an der richtigen Stelle investiert ist.
Was wünschen Sie sich für den Pferdesport?
Ich wünsche mir, dass die nach außenauftretenden Pferdesportler es wirklich behutsam machen und sich immer im Klaren sind, dass wir es mit einer Kreatur zu tun haben. Pferdewohl ist ein ganz großes Thema. Alle müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein, dass sie diejenigen sind, die in die Zeitung kommen. Im Ernstfall können es Einzelschicksale sein, die aber den ganzen Pferdesport runterziehen können. Ich hoffe, dass wir wieder so stabile Mitgliederzahlen bekommen und ein Ansehen in der Öffentlichkeit, das sich wieder lohnt.
Mehr zur WPSV-Mitgliederversammlung finden Sie im nächsten Reiterjournal, das am 25. April erscheint.
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