Weltcup-Finale Fahren: Boyd Exell eine Klasse für sich
Das wollte der Multichampion wohl nicht auf sich sitzen lassen. Die Rede ist vom Australier Boyd Exell, der sich beim Weltcup-Finale in Bordeaux den Gesamtsieg gesichert hat.
Im vergangenen Jahr war das Weltcup-Finale nicht ganz so gelaufen, wie es sich Boyd Exell wohl vorgestellt hatte. Vor einem Jahr hatte sich Exell beim Weltcup-Finale der Vierspänner von Bram Chardon geschlagen geben müssen. Doch wie heißt es so schön: Neues Jahr, neues Glück. Beim Jumping International de Bordeaux gab es erneut nicht nur hochkarätigen Springsport zu sehen. Auf dem Programm stand außerdem das Weltcup-Finale der Vierspännerfahrer. Bereits Samstagnacht stand der erste Durchgang an. Die besten sechs Vierspännerfahrer der Weltcupsaison traten in dem von Jeroen Houterman aufgebauten Parcours an. Schon hier lief es für Boyd Exell bestens, gar befand sich der Australier in einer eigenen Liga. Zwar schaffte auch er es nicht, ohne Fehler ins Ziel zu fahren. Schon vor Hindernis zehn hatte er vier zusätzliche Sekunden auf dem Zähler. Diese konnte er aber halten. Zusätzlich verbuchte er die schnellste Zeit des Abends: 151,83 Sekunden. Das bedeutete schlussendlich mit vier Sekunden Vorsprung die Führung. Auf Rang zwei fand sich in diesem Durchgang Ijsbrand Chardon, der schon früh im Kurs einen Ball kassiert hatte (155,53 Sekunden). Sein Sohn Bram Chardon kam mit einem halben Strafpunkt mehr auf dem Zähler ins Ziel. Am Ende wurde es für ihn Rang drei.
Am Finaltag befand sich Boyd Exell erneut in einer eigenen Liga, gar fuhr er den restlichen Finalisten wahrlich davon. Er fand in beiden Durchgängen genau die richtige Mischung aus Risiko und Vorsicht. So gelangen ihm zwei fehlerfreie und blitzschnelle Runden. Es ist sein elfter Finalsieg im Weltcup der Vierspänner und es wird ihm offenkundig nie zuviel: der Australier Boyd Exell ist einfach der King of Driving. Hinter Exell wurden die Karten am Finaltag wahrlich neu gemischt. So kassierten sowohl Bram als auch Ijsbrand Chardon ärgerliche Abwürfe. Der Belgier Dries Degrieck und der Niederländer Koos de Ronde nutzten die Chance und schnappten sich die Plätze zwei und drei. Das diesjährige Finale hatte zwar einen überlegenen Spitzenreiter, dahinter hätte man es an Spannung kaum übertreffen können.
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