Bisingen-Hohenzollern: Ann-Kathrin Lindner und FBW Lord of Dance tanzen zum Sieg im Grand Prix Special
In Bisingen-Hohenzollern dominieren traditionell die Springprüfungen, nur am Samstagnachmittag haben auch die Dressurreiter ihren großen Auftritt beim Grand Prix Special. Mit dieser Prüfung zeigen die Veranstalter, wie man den Dressursport für die Zuschauer noch attraktiver machen kann: mit guter Moderation. Hendrik Schulze Rückamp stellte die Reiter und Pferde vor, während Gotthilf Riexinger im Anschluss der Ritte einen Kommentar zur jeweiligen Vorstellung gab. Sechs Paare starteten im Grand Prix Special. Am Ende siegte ein Paar mit Weile: Ann-Kathrin Lindner und der baden-württembergisch gezogene FBW Lord of Dance. 73,203 Prozent gab es für die überaus harmonische Vorstellung. Mit viel Feingefühl pilotierte sie den hochkonzentrierten Rappen durch die Prüfung, dabei zeigte sich der Wallach stets in korrekter Anlehnung unter seiner vorbildlich sitzenden Reiterin. Die Übergänge fließend, sichere Serienwechsel, mutig gerittene Verstärkungen und weit kreuzende Traversalen waren nur einige der Höhepunkte. „Das war sicherlich eine der besten Ritte, die ich von euch bisher gesehen habe“, sagte Gotthilf Riexinger. Lediglich die Passagen und Piaffen könnten noch gesetzter und gleichmäßiger sein. Doch das änderte nichts an den fast vier Prozent Vorsprung, die das Paar am Ende hatte.
Auf Rang zwei ritt Victoria Rohrmuss mit ihrem Corelli de Luxe, dem einzigen Pony im Teilnehmerfeld. Schon oft hat der 15-jährige FS Champion de Luxe-Sohn bewiesen, dass er es mit den Großgewachsenen aufnehmen kann, so auch heute. „Ein großes Kompliment“ gab es von Gotthilf Riexinger und 69,575 Prozent vom Richter-Gremium. Damit Platz zwei für das Paar.
Annett Böhm und der 14-jährige Bordeaux-Sohn Blackmoney rangierten mit 68, 954 Prozent auf Rang drei. Der großrahmige Wallach begeistert besonders in der Trabtour mit viel Schub aus der Hinterhand. In der Prüfung leisteten sie sich keinen einzigen Lektionsfehler, offenbarten eine solide Grundausbildung des Pferdes, lediglich zum Ende der Prüfung schien dem Wallach etwas die Kraft auszugehen. Dahinter reihten sich Ines Fleischmann mit dem Hannoveraner High Noon (68,725), Charlotte Lenherr und Dettori (67,059) sowie Maren Schatz und der Westfale Sacramento (61,242) ein.
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