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von Mona-Sophie Wieland am Montag, 30.09.2024 um 08:25

Deutsche Amateur-Meisterschaften: Top10-Platzierungen fürs Ländle

Die Deutschen Amateur-Meisterschaften sind nun schon seit einigen Jahren ein echtes Highlight im Turnierkalender vieler Amateurreiter. Dabei mischen die Amateurreiter aus dem Ländle am Meisterschaftswochenende Jahr um Jahr sowohl im Dressurviereck als auch im Springparcours vorne mit. Und so war es auch in diesem Jahr, ja es gab erneut einen regelrechten Medaillenregen.

Top5 Platzierung für Marc Poppel

Marc Poppel beendete die Deutschen Amateur-Meisterschaften auf Rang fünf.  /  © Maike Klüter

Die Deutschen Amateur-Meisterschaften fanden zum wiederholten Male auf der weitläufigen Anlage des westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf statt. Dort angekommen fand aus baden-württembergischer Sicht vor allem Marc Poppel gut, gar hocherfolgreich, ins Meisterschaftswochenende. Auch am Finaltag blieb er in seiner konstanten Form und schnappte sich im finalen Springen der Amateurreiter auf S-Niveau einen bärenstarken achten Platz. Im Sattel seines elfjährigen Wallachs James Jumper lieferte er im ersten Umlauf eine tadellose Nullrunde. In der Siegerrunde fiel dann leider eine Stange, was jedoch keinerlei Abstriche am einfach starken Abschneiden von Marc Poppel machen sollte. In der Gesamtwertung beendete Marc Poppel die Deutschen Amateur-Meisterschaften auf Rang fünf. Hut ab! Auch Sebastian Kammerer und Chaccuso gelang der Sprung in die Top20 und so beendeten sie das Wochenende mit Rang 17 mit einer Platzierung. Großes Pech hatte Kim Carolin Müller. Nach starken Runden in den ersten Wertungsprüfungen hatte Müller eine tolle Ausgansposition und durchaus Chancen auf eine Top10 Platzierung. Ihr Darco For Fun zog sich leider in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Einschuss zu. Nichts Schlimmes, aber natürlich ärgerlich. Über Gold freute sich schlussendlich aber Armin Scherrmann mit Cirabelle. Der 65-jährige Saarländer und die zwölfjährige Stute boten in allen drei Wertungsspringen ein harmonisches Bild und kamen fehlerfrei ins Ziel. Endstand: 0,21 Punkte. Lediglich in der Siegerrunde am letzten Tag fiel eine Stange. Die konnte am Erfolg des eingespielten Paares aber nicht mehr rütteln: Den Titel hatten die beiden bereits nach dem Umlauf sicher. „Im letzten Jahr waren wir noch Zwölfte“, berichtete der Beckinger Kaufmann, der bis vor rund 20 Jahren schon in S-Springen erfolgreich war, dann aber erst wieder Cirabelle die Rückkehr auf dieses Niveau zurückfand. Der Silberrang ging an die 29-jährige Sophie-Luise Löhden aus Zeven mit Deesse D’Iso. Maximilian Vogel und seine „ehrgeizigen“ Holsteiner Quiwi Dream-Tochter Gretchen sicherten sich Bronze. 

Stilpreis für Christina Fritz

Im Deutschen Amateur-Championat, Prüfungen auf M-Niveau, gelang gleich zwei Amazonen aus dem Ländle der Sprung in die Top10. Christina Fritz und ihre erst achtjährige Kyalami freuten sich im abschließenden Springen über 1,35 Meter über eine bärenstarke Podestplatzierung. So reihten sie sich mit einer tollen Nullrunde im ersten Umlauf sowie einem ärgerlichen Abwurf in der Siegerrunde auf Rang drei (45,51 Sekunden) ein. In der Gesamtwertung reichte es für einen tollen sechsten Platz. Noch dazu bekam Christina Fritz den Stilpreis für feines Reiten verliehen. Eine ganz besondere Ehrung und Würdigung für die Leistung der Reiterin. Alexandra Geist und ihr Dialon folgten in der dritten Wertungsprüfung auf Rang sechs, wobei die beiden auch im ersten Umlauf abwurffrei blieben. In der Siegerrunde kamen dann fünf Strafpunkte auf das Konto der beiden, was in der Gesamtwertung dennoch für einen tollen neunten Platz reichte. Die Medaillenrängen gingen hier an Nicola Lacher mit Chakra vor dem neuen Vizemeister Philipp Konrad mit Carlson und Lea Kordon mit Wilmarie.

Christina Fritz sprang im finalen Springen zu Rang drei.  /  © Maike Klüter

Platzierungen für Nadia Lachemann und Dr. Christina Dudik

Auch im Dressurviereck zeigten sich am Finaltag gute Platzierungen. Während es bei den Amateur-Dressurreitern auf S-Niveau kein Reiter aus dem Ländle ins Finale geschafft hatte, galt es im Finale des Deutschen Amateur-Championats gleich zwei Mal die Daumen zu drücken. Nadia Lachemann und ihr selbstausgebildeter Fuchswallach Lissardo reihten sich in der M**-Kür schlussendlich auf Rang acht ein (68,2 Prozent, wobei sie ihre ersten Deutschen Amateur-Meisterschaften am Ende auf Rang zehn beendete. Auch Dr. Christina Dudik fand sich mit Quellenfürst unter der Top10. In der Kür wurde es Rang elf. In der Gesamtwertung reihte sie sich auf Rang neun ein. An der Spitze zeigte sich ein Führungswechsel. Die Siegerin der Qualifikationsprüfung, Andrea Happekotte mit Bellini S, reihte sich in der Kür mit 71,9 Prozent auf Rang zwei ein und sicherte sich auch in der Gesamtwertung Silber. Gold ging an Riccarda Rudsinzky, die sich auch in der abschließenden Kür im Sattel von Bellamira N mit 72,8 Prozent den Sieg sicherte. „Damit habe ich überhaupt nicht mehr gerechnet. Ich dachte nicht, dass es möglich ist, das noch aufzuholen“, sagte die neue Championesse und fügte hinzu: „Wir wollten eigentlich nur gerne die Kür reiten dürfen, denn ich bin noch nie eine Kür geritten“. Ein Plan der mehr als gut aufging!

Bei den Amateur-Dressurreitern auf S-Niveau sicherte sich sich Ann-Kathrin Klöker aus Osnabrück Gold. Sie entschied mit ihrem 14-jährigen Fairmont die Kür für sich (74,5 Prozent). „Ich habe es mir schon erträumt“, gestand die neue Amateur-Meisterin Dressur nach ihrem Titelgewinn und fügte hinzu: „Weil ich in diesem Jahr mit meinem Pferd schon sehr erfolgreich war. Man rechnet zwar nie damit, man erhofft es sich.“ Für die Verwaltungsangestellte in einem Krankenhaus war es der erste Start bei der Deutschen Amateur-Meisterschaft, wobei sie mit dem Gelände in Münster-Handorf eine besondere Verbindung hat. „Ich habe hier auf diesem Gelände meine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht habe, beim Westfälischen Pferdestammbuch“, erläutert Ann-Kathrin Klöker. Franziska Niermann freute sich mit For Friendship über Silber. Die Bayerin Julia Giner freute sich mit Donna Erika über Bronze.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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