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von Laura Bräuninger am Sonntag, 22.09.2024 um 23:27

Villingendorf: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Eine Klasse für sich: Hansi Dreher und Cous Cous.  /  © Roger Müller

Es war kein Geringerer als Hans-Dieter Dreher, der im Sattel des Holsteiners Cous Cous souverän zum Sieg im Großen Preis von Villingendorf sprang! Sohnemann Ben hatte sich zuvor im Finale der Amateur-Tour über 1,40m die goldene Schleife gesichert – der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm!
Ein Zwei-Sterne-Springen mit Siegerrunde bot den Höhepunkt des viertägigen Reitsportevents auf der Anlage der Familie Güss. Christa Jung und ihr fleißiges Parcoursteam hatten den 40 Startern im Großen Preis ordentlich was vor die Nase gebaut. Der Parcours aus 13 Hindernissen und 16 Sprüngen mit einer Höhe von 1,45m forderte einiges an Kraft, Konzentration und vor allem Ausdauer. Elf fehlerfreie Ritte hatte es im Umlauf gegeben, zehn davon zogen in die anschließende Siegerrunde ein und damit wurde die Uhr auf null zurückgedreht. Einen gelungenen Auftakt zeigte Armin Engelhardt im Sattel des Rheinländer-Wallachs OBC Lord Engi sowohl im Umlauf als auch im Stechen. Doppelnull hieß es für den Routinier aus Niedereschach in einer Zeit von 40,26 Sekunden. Es ließ sich allerdings nach einem kurzen Blick auf die Starterliste erahnen, dass dies noch zu toppen war. Spätestens, als Sven Speidel mit seinem wieselflinken Dawson in die Arena galoppierte. Der kleine Kämpfer mit seinem großen Herz bewies wieder einmal mehr, was in ihm steckt! Wie ein Flummi-Ball sprang der 16-jährige Fuchswallach über die Sprünge und so stoppte die Uhr bei 37,35 Sekunden - neue Führung! Jörg Oppermann, der die Zeit nochmals mit knapp zwei Sekunden unterboten hatte, kassierte im Sattel des neunjährigen Jonage LVP einen ärgerlichen Abwurf. Gefährlich nahe an die Bestzeit kam Timo Beck mit der Zangersheide-Stute Carrie Brad Shaw MWZ: Nur wenige Hundertstel trennten den Profi aus Kehl vom lupenreinen Amateur. Es war Hansi Dreher, der das Blatt noch einmal wendete. Im Sattel des großen Schimmelwallachs Cous Cous ging der Weltcup- und Nationenpreisreiter voll und ganz auf Angriff. Bereits die Wendung von eins auf zwei nahm Dreher um einiges enger als seine Konkurrenten und ließ den Sohn des Cachas zwischen den Sprüngen ordentlich nach vorn galoppieren. Dies beschwerte dem Paar die neue Führung in 34,63 Sekunden! 
Zwei heiße Eisen im Feuer hatte Kai Ruggaber mit der Niederländer-Stute Katja sowie dem Fuchswallach Travalo. Letzteren brachte der Bereiter vom Hofgut Albführen ebenfalls fehlerfrei ins Ziel, allerdings hatte die Zeit mit 37,87 Sekunden nicht gereicht. Zum Schluss sollte es noch einmal spannend werden! Mit Julius Ehinger und seiner Flying Princess war definitiv zu rechnen, schließlich war das Duo im ersten Zwei-Sterne-Springen souverän zum Sieg geflogen und hatte dabei auch Hansi Dreher hinter sich gelassen. Im heutigen Stechparcours touchierte die Württemberger-Stute in der Kombination einmal leicht die Stange und sie fiel zu Boden. Somit war der Traum vom Sieg geplatzt, die Zeit hätten die Beiden mit 35,31 Sekunden beinahe geschlagen. Es siegte also Hansi Dreher vor Sven Speidel auf Rang zwei und Timo Beck an dritter Stelle. Platz vier sicherte sich Kai Ruggaber vor Armin Engelhardt. Schnellster Vierer war Julius Ehinger, gefolgt von Jörg Oppermann, Sebastian Heller, Jessica Angst und Kai Ruggaber mit seinem Zweitpferd. Weitere Platzierte aus dem Umlauf waren Felix Müller, Nina Lange und Benjamin Wulschner. 

Ben Dreher siegt bei den Amateuren

Auf Erfolgskurs: Ben Dreher mit Prinz.  /  © Roger Müller

Zuletzt hatte Ben Dreher mit zwei Siegen im Fürstlich Fürstenbergischen Schlosspark zu Donaueschingen auf sich aufmerksam gemacht, nun gelang dem 16-Jährigen in Villingendorf der nächste Streich. Erst vor wenigen Monaten wagte der junge Mann den Sprung in die schwere Klasse, nun ist er kaum mehr aufzuhalten. Im Sattel seines treuen Lehrpferdes Prinz siegte Dreher nun im Finale der Amateur-Tour, einem S*-Springen mit Siegerrunde. Souverän und spielerisch leicht steuerte der Sprössling des Weltcup-Reiters den erfahrenen Hannoveraner-Wallach durch den Stechparcours und nahm dem bis dato Führenden nochmals knapp zwei Sekunden ab. Marc Poppel, der den Schimmelwallach James Jumper im Gepäck hatte, wurde damit auf Rang zwei verwiesen. An dritter Stelle rangierten Manuel Wilks und der Zangerheide-Wallach Aston de Looz. Pech am letzten Sprung hatte Katharina Dietrich mit ihrer Carthusia, die sich auf dem vierten Platz einrangierten. Aimee Schmitt, die im Sattel der elfjährigen Cambada sowohl im Umlauf als auch im Stechen die schnellste Runde aufs Parkett gelegt hatte, musste sich mit zwei Abwürfen und dem fünften Rang zufriedengeben. An sechster Stelle rangierte Laura Bräuninger mit Carry on vor Lilly Schmitt und dem Holsteiner Montreau. Zu den weiteren Platzierten zählten Julia Strohhäcker, die aufgrund eines verloren gegangenen Eisens nicht am Stechen teilnahm, Ingrid Langrock, Stefanie Herhalt sowie Victoria Müller. 

Laura Bräuninger (Werkstudentin)

Unterstützt Redaktion und Social Media seit ihrem Praxissemester im Studiengang der Pferdewirtschaft. Schreibt am liebsten über den Springsport und ist selbst erfolgreich bis zur schweren Klasse unterwegs.

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