Zodiac: Mit Gelassenheit zum Erfolg
Wäre Zodiac ein Mensch, so würde er bei Hektik sicherlich öfters mal sagen „Jetzt beruhigt euch doch mal und atmet tief durch“. Der DSP-Wallach ist eine echt coole Socke und trabte bei den diesjährigen Bundeschampionaten bei den dreijährigen Stuten und Wallachen bis ins Finale.
„Mit Zodiac war schon immer alles super unkompliziert. Er nimmt immer alles total gelassen. So konnte ich mit ihm schon gleich wenige Wochen nach dem Anreiten ins Gelände“, beschreibt Anna-Lisa Schepper. Das Kennenlernen der beiden ist mit einer lustigen Geschichte verbunden. „Wir haben alle Jungen in die Halle gelassen und jeder durfte sich ein Pferd raussuchen. Ich habe Zodiac gewählt“, lacht die Bereiterin vom Gestüt Birkhof. Zwischen den beiden hat es eben gleich gefunkt. Nach Warendorf war Anna-Lisa Schepper mit dem (für sie weit entfernten) Traum vom Finale gereist. Dass dieser Traum nun in Erfüllung gegangen ist, macht sie sprachlos und so wollte sie den Finalauftritt einfach nur genießen. In Mitten starker Konkurrenz behaupteten sich die beiden auf Rang sechs (8,1) und erhielten die Sonderauszeichnung des Tierschutzpreises oben drauf.
Das Bundeschampionat der dreijährigen Stuten und Wallache ging schlussendlich an eine hannoversche Fuchsstute, und zwar an Senorita la Bonita (v. Sir Henrich-Westernhagen, Z. u. B.: Axel Windeler, Verden) mit Sina Aringer (9,1; Trab und Galopp 10,0). Die Stute war Zweite der Qualifikation (8,6) und hatte im Finale noch eine satte halbe Note draufgelegt. Den Kommentar gab Jürgen Uthoff, der genau wie sein Kollege Wolfgang Egbers bei den Vierjährigen punktgenau erklärte, und die Gebäudenote (Typ und Qualität des Körperbaus) auch stets ins Verhältnis zur Funktionalität des Körpers setzte. "Die Stute geht frisch und losgelassen!" attestierte er Senorita la Bonita.
Zweite wurde Danica Duen mit dem hoch sympathischen, abgeklärt gehenden Hannoveraner Fuchs Boccaccio 55 (v. Bonds-Dancier, Z.: Hans-Jürgen Hollmann, Dötlingen), der im Finale zwei Taktunreinheiten (einmal anspringen) hatte, und nach 8,7 in der Vorrunde auch diese Finalnote bekam.
Der dritte Rang (8,6) ging erneut an Danica Duen, diesmal mit der pompös-voluminös aufgemachten westfälischen Dunkelfuchsstute Gut Neuenhofs Maxima (v. Maxim-Estobar NRW, Z. u. B.: Gestüt Gut Neuenhof KG, Nideggen), die durchgehend Noten von 8,5 erhielt. Ihre Mutter ist Vollschwester zum Starvererber Escolar.
Auf Rang vier (8,4) ebenfalls ein Pferd mit berühmter Herkunft: Die Oldenburger Dunkelfuchsstute Weihkjenta (v. Kjento-Sir Donnerhall I, Z.: Christine Arns-Krogmann, Lohne) ist eine Enkelin der berühmten Weihegold/Isabell Werth.
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