Birkhof’s Arezzo Man: „Er bringt alles mit!“
Das Bundeschampionat der fünfjährigen Springpferde wies 2024 etliche Besondereiten auf: Nach zwei Umläufen mit traditioneller Addition der Wertnoten standen drei Amazonen mit je einem gekörten Hengst unter dem Sattel auf den Medaillenplätzen. Das hatte es in dieser Form noch nie gegeben.
Bundeschampion 2024 ist der 2022 in München gekörte DSP-Schimmelhengst aus Baden-Württemberg, Birkhof's Arezzo Man FBW (v. Arezzo VDL-Last Man Standing, Z.: Christian Kraus, Pforzheim) und Sophie Hinners. Die Jury, bestehend aus Peter Rauert, Werner Tapken und Hubert Uphus, vergab für beide Umläufe jeweils 9,5. Damit setzte er sich deutlich vom übrigen Starterfeld ab. Besser geht’s wahrlich nicht!
„Arezzo Man zeichnet sich durch eine sehr hohe Rittigkeit, viel Vermögen und Vorsichtigkeit aus. Eigentlich alles, was man bei einem Springpferd haben möchte“, erläutert Sophie Hinners und fügt hinzu „Er macht es mir durch seine hohe Rittigkeitsqualitäten im Parcours wirklich einfach. Ich glaube, dass er sehr vielversprechend für die Zukunft ist“. Rittigkeit hin oder her, die beiden kennen sich wahrlich noch nicht lange, gar kam eine Besonderheit hinzu. Anfang des Jahres wechselte Birkhof’s Arezzo Man in den Besitz von Richard Vogel und David Will. Der Verkauf bedeutete für den fünfjährigen Hengst nicht sofort ein Umzug. Nein, vielmehr entstand eine enge Zusammenarbeit zwischen Vogel, Will, Hinners und dem Gestüt Birkhof. „Das Team vom Gestüt Birkhof hat ihn konditionell fit gehalten. Wir haben ihn erst wieder seit wenigen Wochen im Stall und haben ihn dann auch springtechinisch auf das Bundeschampionat vorbereitet“, beschreibt Sophie Hinners. Ein bemerkenswerter Verlauf, der jedoch umso mehr die Qualitäten und die Unkompliziertheit des Hengstes hervorhebt.
Eine Frage bleibt noch: Wie fiel die Entscheidung, wer den Ausnahmehengst auf den HKM Bundeschampionaten in Warendorf vorstellt? Denn, wenn wir zu den Landeschampionaten zurückblicken, erinnern wir uns, dass Richard Vogel den Hengst zum Landeschampion führte. „Die Entscheidung fiel uns in diesem Jahr relativ einfach. Richie konnte in diesem Jahr leider nicht nach Warendorf. Er nimmt gleichzeitig in Calgary am Turnier teil. Ansonsten wäre es wahrscheinlich eine kleine Diskussion gewesen, wer ihn in Warendorf reitet“, beschreibt Sophie Hinners lachend. „Ich bin sehr froh, dass ich ihn reiten darf“, fügt sie hinzu. Man darf gespannt, was man von diesem Ausnahmetalent aus dem Ländle noch hören wird!
Die Silbermedaille ging an die Warendorferin Jana Fink, für die es quasi ein Heimspiel war: 8,8 und 9,3 gab es für die Vorstellungen mit dem kraftvoll abdrückenden Hannoveraner Comme mon Père (v. Comme il faut-Quintender, Z.: Heinz-Wilhelm von Thaden, Stade). Der stets energisch galoppierende Dunkelbraune geht auf einen reinen Vollblutstamm zurück und wurde im Frühjahr vom Westfälischen Pferdestambuch gekört.
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