Warendorf: Sensation für Anna Fuchs und DSP Dimanche Royal
Und da ist es, das nächste Finalticket. Bei den siebenjährigen Dressurpferden gelang Anna Fuchs mit ihrem DSP-Champion DSP Dimanche Royal eine tolle Runde, die mit dem direkten Finaleinzug und einem bärenstarken vierten Platz belohnt wurde.
DSP Dimanche Royal bestach im Trab durch einen unerschütterbaren Takt und ein hohes Gleichmaß bei gleichzeitig guter Geschlossenheit aus dem Hinterbein. Insgesamt ist der DSP-Wallach (v. Damon’s Damiani – Don Schufro, Z.: Manfred Berreth) ein sehr aktiv abfußendes Pferd. Dementsprechend zeigte sich der Grundgalopp kraftvoll durchspringend. Im Schritt fand Dimanche Royal heute noch nicht zur völligen Losgelassenheit, was sich im Schritt mit einer leicht paradierenden Vorhand widerspiegelte. Im Galopp zählten die gut ins Bergauf gesprungenen Serienwechsel zu den Highlights. Auch bringt der Wallach viel Talent für die Galopppirouetten mit. Heute fehlte es hier noch teilweise am Durchsprung. Alles in allem war dies aber eine bärenstarke Runde, die mit 76 Prozent belohnt wurde. Hierbei vergaben die Richter in der Note für Technik 72,3 Prozent und in der Note für Qualität 79,8 Prozent. Im Finale ist sicherlich noch alles drin, denn an der Spitze der heutigen Finalqualifikation ging es eng zu.
Vielversprechende Nachwuchspferde und noch so einige Ecken und Kanten – auch das Feld der siebenjährigen Dressurpferde brillierte mit echten „Bewegungstalenten“, die Spaß am Dressursport bereiteten. Dabei zeichnete sich ein klarer Sieger nicht so richtig ab, da alle so einige (altersentsprechende) Ecken und Kanten in ihren Prüfungen hatten. Doch von Anfang an. An die Spitze der Dressurpferdeprüfung der Klasse S setzte sich schlussendlich Quentin. Den siebenjährigen Hannoveraner (v. Quotenkönig – Lord Loxley, Z.: Stefan Carl Gebauer) kennt man schon von den vergangenen HKM Bundeschampionaten. 2023 stand Quentin im Finale der fünfjährigen Dressurpferde und belegte Rang acht. Damals wurde er noch von Sina Aringer vorgestellt. In dieser Saison nimmt nun Bianca Nowag-Aulenbrock Platz im Sattel des Wallachs und konnte in diesem Jahr schon einen S-Sieg mit ihm feiern. In Warendorf angekommen punkteten sich die beiden in der Finalqualifikation zu starken 78,6 Prozent. Diese Endnote setzte sich folgendermaßen zusammen: In der Technik vergab Kerstin Holthaus 72,6 Prozent (Rang drei im Gesamtklassement). In der Note für Qualität vergaben Katja Westendarp und Klaus Storbeck bärenstarke 84,6 Prozent. Quentin bestach in der Trabtour mit leichtfüßigen Abfußen und einem schönen Grundschwung. Auch der Galopp zeigte sich gut ins Bergauf angelegt, was sich auch in sicheren, sowie gut nach oben gesprungenen Galoppwechseln bemerkbar machte. Bei den Grundgangarten gab es beim Schritt ein kleines Aber: Hier zeigte sich Quentin heute nicht immer ganz geregelt und losgelassen. In der Note für die Technik ergaben die noch groß eingeleiteten Galopppirouetten sicherlich ein paar Abstriche.
Hinter dem Quentin folgte eine leichtfüßige Ballerina, genauer gesagt die Oldenburger Stute Frieda (v. For Dance – Fidermark, Z.: Otto Klewitz) unter dem Sattel von Greta Busacker. Die Stute bestach durch ein stets sehr harmonisches und feines Seitenbild. Der Trab zeigte sich aktiv abfußend und aus dem Hinterbein gut geschlossen. Auch bei diesem Paar mussten starke Abstriche im Schritt gemacht, wo sich Frieda ebenso nicht losgelassen und in Hinsicht Takt nicht ganz klar geregelt zeigte. Die gut ins Bergauf angelegte Galoppade bildete ein weiteres Highlight. Auch für die Galopppirouetten und damit verbunden die benötigte Versammlungsbereitschaft bringt die Stute sehr viel Talent mit. Heute gelangen diese jedoch noch nicht mit dem optimalen Durchsprung. Schlussendlich punktete sie sich zu einem Gesamtergebnis von 77,9 Prozent, wobei in der Note für Technik 75 Prozent und in der Note für Qualität 80,8 Prozent standen. Knapp hinter dem Spitzenduo reihte sich Sandra Kötter mit Sezuana (v. Sezuan – Bellissimo M, Z.: Fun-Dressage GbR) ein. Nach einer ausdrucksvollen, aber teilweise in der Oberlinie etwas festen Trabtour, folgte eine geregelte Schrittour sowie das besondere Highlight, die Galopptour. Hier konnte Sezuana ihren Vater nicht verleugnen und präsentierte sich aktiv ins Bergauf durchspringend. Dabei punktete sie unter anderem mit schon gut gesetzten Galopppirouetten. Sezuana erhielt ein Gesamtergebnis von 77,7 Prozent (Qualität: 82 Prozent, Technik: 73,4 Prozent). Im Finale am Sonntag ist auf jeden Fall noch alles offen!
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