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von Laura Bräuninger am Sonntag, 01.09.2024 um 21:38

Hauerz: Gutes Pflaster für Ralf Köberle

Ralf Köberle und Alabama (Archiv).  /  © D. Matthaes

In Hauerz im oberschwäbischen Allgäu ist die Welt noch in Ordnung – zumindest was den Reitsport betrifft! Mit hohen Starterzahlen und einem großen, motivierten Publikum, welches stets für eine heitere Atmosphäre sorgte, geht das ländliche Springturnier nahe Bad Wurzach eher gegen den Trend – erfreulicherweise natürlich! Doch das ist kaum verwunderlich, denn makellos präparierte Plätze, ein top organisiertes Team sowie das vielfältige gastronomische Angebot ziehen Reiter und Zuschauer von nah und fern an. „Es hätte nicht besser laufen können!“, resümierte Josef Dobler, erster Vorsitzender des Vereins, freudestrahlend. 

Auch Ralf Köberle hatte allen Grund zur Freude! Der Pferdewirtschaftsmeister aus Aulendorf siegte nicht nur am Vortag im M**-Springen – neben Lea Wiest und ihrer Cosa Casandra – sondern hatte auch im Großen Preis am heutigen Nachmittag die Nase vorn. 26 Teilnehmer gingen in der Springprüfung der Klasse S* mit Stechen an den Start, dabei hatte das Team rund um Parcourschef Oliver Barthel den Reitern einiges abgefordert. Vor allem der letzte Teil des Umlaufs forderte viel Kraft und Konzentration: Schnell aufeinanderfolgende Hindernisse inklusive dreifacher Kombination. Luft zum Durchatmen blieb kaum und so behielten lediglich fünf Paare eine weiße Weste. Den Auftakt im Stechen machte Ralf Rundel im Sattel seines Fuchswallachs Nice Behaviour. Dem Routinier gelang eine flotte Runde, allerdings musste der Weingartener einen ärgerlichen Fehler in Kauf nehmen. Auch bei Simon Grafe aus Kißlegg und dem neunjährigen Con Carazon wurden es vier Strafpunkte, die Zeit hatte das Duo allerdings geschlagen. Sollte es noch einen fehlerfreien Ritt geben? Als vorletzter Starter galoppierte Ralf Köberle im Sattel seines Oldenburgers Alabama in die Bahn. Der Aulendorfer wollte sichtlich schnell sein (und natürlich auch fehlerfrei), schließlich saß ihm Ralf Rundel mit einem weiteren Pferd im Nacken. Köberles Plan ging auf und so stoppte die Uhr bei 35,07 Sekunden. Als bei Ralf Rundel und Paco Blue van't Breezerhof zum Abschluss zwei Stangen zu Boden fielen, war gewiss: Der Sieger im Großen Preis von Hauerz heißt Ralf Köberle. Auf Rang zwei folgte Simon Grafe vor Ralf Rundel auf den Plätzen drei und vier. An fünfter Stelle reihte sich Laura Bräuninger mit ihrem Carry on ein. Zu den weiteren Platzierten, mit jeweils vier Strafpunkten aus dem Umlauf, gehörten Collin Sorg, Lea Wiest und Leonie Assmann. 

Preis der besten Jugendarbeit 2024

Bereits zum 18. Mal wurde der „Preis der Besten Jugendarbeit“ des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg e.V. ausgeschrieben und nun im Rahmen des Pferdesportfestivals auf der Reitanlage des RFV Hauerz verliehen. Das diesjährige Thema lautete: „Zeigt uns, wie ihr den Pferdesport positiv nach außen tragt!“. Dabei sollte dokumentiert werden, was das Jugendteam unternimmt, um den Sport positiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Vom Tag der offenen Tür, über Berichte in den Medien, von Projekten in der Gemeinde bis hin zum Besuch im Altersheim, Schulen oder Kindergärten durfte alles dabei sein. Petra Schubert, Vorsitzende des Jugendausschusses, war für diese Verleihung höchstperönlich nach Hauerz gereist. Ergebnisse hierzu folgen in Kürze…

Laura Bräuninger (Werkstudentin)

Unterstützt Redaktion und Social Media seit ihrem Praxissemester im Studiengang der Pferdewirtschaft. Schreibt am liebsten über den Springsport und ist selbst erfolgreich bis zur schweren Klasse unterwegs.

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