Birkhof: Finaltickets für Nadine Plaster und Timo Kemmerer
Der Louisdor-Preis ist eine mittlerweile hoch renommierte Serie für junge Grand Prix Pferde, genauer gesagt für acht- bis zehnjährige Pferde, die behutsam an die schwerste Prüfungsklasse herangeführt werden sollen. Zu den bisherigen Siegern zählen unter anderem El Santo NRW, Dablino FRH, Weihegold OLD, Emilio, DSP Samy Davis jr. Und auch die frischgebackene Doppel-Olympiasiegerin TSF Dalera BB. Für das Gestüt Birkhof ist es eine große Ehre, dass eine der in Deutschland wichtigsten Serie für junge Grand Prix Hoffnungen erneut Halt auf dem Birkhof gemacht hat. Und natürlich nutzten auch einige Baden-Württemberger die Chance, um sich ein heißbegehrtes Ticket für das große Finale in de Frankfurter Festhalle zu schnappen, mit Erfolg! Doch von Anfang…
Schon in der Einlaufprüfung hatte Nadine Plaster mit der neunjährigen Shiva, die im Besitz des Baden-Württembergers Elmar Fischer steht, den Ton angegeben. Die gebürtige Baden-Württembergerin hatte schon bei den letzten Qualifikationen vorne mitgemischt. Doch für ein Finalticket sollte es nie reichen. Auf dem Birkhof „schlug“ dann aber die Stunde der beiden. So führten die beiden auch am Sonntag die Siegerehrung an. Eine dynamische Trabtour mit gut ausgehaltenen Passagen, diagonal abfußenden Piaffen (im noch erlaubten Vorwärts) sowie eine eine gut zentrierte erste Galopppirouette und fehlerfreie Zweierwechsel führten zu starken 72,3 Prozent. In den Einerwechseln schlich sie eine kurze Unterbrechung ein. Auch vor der zweiten Galopppirouette fiel die Stute kurz aus. Nicole Nockemann, die im Anschluss jeden Ritt kommentierte, lobte: „Ihr Applaus kommt völlig zurecht. Ich habe zwischendurch einfach diese Leichtigkeit und die hohe Harmonie genossen. Es ist ein sehr leichtfüßiges und elegantes Pferd“. Auch Nadine Plaster schwärmte: „Sie möchte immer alles richtig machen“. Damit darf Nadine Plaster genauso wie ihre Schülerin Carina Harnisch, die mit DSP Sheldon Cooper schon auf dem Schafhof das Finalticket gesichert hatte, nach Frankfurt reisen.
Aus baden-württembergischer Sicht wurde es aber noch aus einem weiteren Grund emotional. Denn Timo Kemmerer sicherte sich mit FBW Dante’s Zazou ebenso ein Finalticket, gar war er dem Siegerpaar wahrlich dicht auf den Fersen! Der zehnjährige, selbstgezogene Wallach weiß stets mit seinem flinken Abfußen und seiner hohen Versammlungsbereitschaft zu überzeugen. So zählten auch in der Finalqualifikation die gleichmäßigen Piaff-Passage-Touren sowie die damit verbundene schon sehr gut auf der Stelle platzierten Piaffen mit gewünschter gesenkter Kruppe zu den Highlights der Prüfung. Hinzu kam eine losgelassene Schritttour und sowie kleinste Galopppirouetten mit hoher Lastaufnahme. Schlussendlich sprangen starke 72,1 Prozent und das Finalticket heraus. Nicole Nockemann erläuterte: „Hier haben wir wieder ein ganz tolles Paar. Das Besondere ist tatsächlich, dass der Reiter auch der Züchter und Besitzer ist. Die beiden kennen sich wirklich in und auswendig. Es war sehr souverän und routiniert“. Und Timo Kemmerer schwärmte: „Vor so einer Kulisse ist es natürlich aufregend. Aber er hat mir so ein gutes Gefühl und auch die gewisse Ruhe gegeben. Das zeichnet ihn auch aus. Er ist eine kleine Rampensau“. Was für eine starke Leistung des frischgebackenen Landesmeisters! Bitter wurde es für Uta Gräf mit Diallo. In der Einlaufprüfung lagen sie noch auf Platz zwei. In der Finalqualifikation wurde es mit 71,3 Prozent Platz drei. Anna-Catherine Schöffner mit Felippa (68,6 Prozent) und Thomas Wagner mit Quantico (68,1 Prozent) folgten auf den weiteren Plätzen.
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