Waiblingen: Spannung pur im Großen Preis
Vier vollgepackte und wahrlich erfolgreiche Turniertage gingen gestern im Reitverein Waiblingen zu Ende. Das Waiblinger Dressur- und Springturnier war einmal mehr ein voller Erfolg und so wusste nicht nur mit guter Organisation des engagierten Waiblinger Organisationsteams zu überzeugen. Nein, auch die Starterfelder hinterließen einen guten Eindruck.
Auch am Finaltag machten die Dressurreiter den Auftakt. Die Waiblinger Intermediaire I nutzten so einige IWEST Dressur Cup Teilnehmer als „Generalprobe“ für die nächste Qualifikation in dieser Woche auf dem Gestüt Birkhof. Am Ende hatten Saskia Löwel und ihre Fürstenballerina Live die Nase vorn. Die beiden punkteten sich mit einer gleichmäßigen Trabtour sowie einer technisch sehr sicheren Galopptour zu starken 70,3 Prozent. Auch die frischgebackene baden-württembergische Meisterin der Amateur Dressurreiter, Marie-Christin Kogel und ihr Doc-Holliday, knackten die magische 70-Prozentmarke und reihten sich mit 70,2 Prozent auf dem zweiten Platz ein. In den Galopppirouetten verloren die beiden ein paar wertvolle Punkte, gar den Sieg. Die Siegerin der ersten beiden Waiblinger S-Dressuren, Julia Bögner und Quinn, beendeten ihr Erfolgswochenende mit 68,7 Prozent auf Rang drei. Auch Lia Weil mit Moosbend’s Fauntleroy (68,5 Prozent), Ina Casper mit Birkhof’s Dancing Mirena (68,1 Prozent) sowie Franziska Wallner mit Körkommissar (68,1 Prozent) sicherten sich eine Platzierung. Die zweite S-Dressur, eine Jungpferde-S-Dressur, zeigte sich im Vergleich zur Intermediaire I sehr viel schwächer besetzt. Dennoch sollte das keine Abstriche an der Leistung von Stefanie Lempart machen. Denn sie sicherte sich einen starken Doppelsieg. Im Sattel von Grizou sicherte sie sich mit 67,6 Prozent den Sieg. Grizou setzte sich um hauchdünn gegen seinen Stallkollegen Von und Zu durch (67,5 Prozent). Auch Steffi Maier und Specter (66,1 Prozent) sowie Carina Ehrmann mit Finest’s Fellini (64,7 Prozent) freuten sich über eine S-Platzierung.
Echte Springsport-Genussmomente gab es dann zum Turnierabschluss, genauer gesagt im Großen Preis. Hier zeigte sich ein wahrlich stark besetztes Starterfeld sowie eine wie schon das gesamte Wochenende äußerst gelungene Parcoursführung durch Oliver Barthel. Aus dem Umlauf, wobei hier eine Dreifache die „Hürde“ des Parcours bildete, ergaben sich mit Thomas O’Brien mit Vario, Sebastian Heller mit Kosmos, Maurice Alshehab mit Saphir, Markus Kölz mit Dimanche, Andreas Wittlinger mit Kaschmir und Sven Schlüsselburg mit Caden sechs fehlerfreie Runden. Schon hier hatte besonders Sebastian Heller verdeutlicht, dass er an diesem Tag auf den Sieg im Großen Preis von Waiblingen abgesehen hatte. Denn im Sattel seines vorsichtig springenden Wallachs Kosmos lieferte er sowohl eine tadellose Nullrunde als auch die schnellste Runde. Im Stechen angekommen musste Heller jedoch Thomas O’Brien mit Vario den Vorrang lassen. O’Brien riskierte im Stechen alles und freute sich mit einer Zeit von 40,86 Sekunden über den Sieg. Für den 13-jährigen Wallach war es in diesem Jahr erst das dritte Turnier und damit auch der erste Sieg auf diesem Niveau. Sebastian Heller und Kosmos beendeten auch den Stechparcours abwurffrei und reihten sich auf dem Silberrang ein. Maurice Alshehab mit Saphir (40,93 Sekunden) und Markus Kölz mit Dimanche (45,92 Sekunden) kassierten jeweils einen Abwurf und reihten sich auf den Plätzen drei und vier ein.
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