Nachwuchs-EM Fahren: Mannschafts-Bronze und gute Top10-Platzierungen
Das vergangene Wochenende werden Luisa Dietrich, Max Andrew und Philipp Stolzenberger wohl nicht so schnell vergessen. Die Drei hatten sich für die diesjährigen Nachwuchseuropameisterschaften Fahren ein Ticket geschnappt und vertraten am Wochenende die deutschen Farben bei der EM im schwedischen Flyinge. Dabei nahmen sie nicht nur irgendwie daran teil. Nein, alle Drei wussten dort zu überzeugen und mischten kräftig vorne mit. Insgesamt lief es für das deutsche Team äußerst gut.
Max Andrew reiste als Vizeeuropameister der EM 2022 nach Schweden und wollte nach guten Leistungen in den vergangenen Monaten natürlich vorne mitmischen. Das gelang dem jungen Mann aus Schriesheim auch, wobei er schlussendlich leider nicht das letzte Quäntchen Glück besaß. Max Andrew trat in der Altersklasse der Junioren mit Leybuchts Pierre, Polhaar Secret Seryddwr und Leybucht Lancelot bei den Pony-Zweispännern an. Er hatte schnelle Zeiten in den Hindernissen gefahren, aber am letzten Hindernis passierte ihm ein Fehler, so dass er kurzzeitig vom Kutschbock kam. „Es ist nichts passiert, er saß auch sofort wieder oben, aber das kostete 20 Strafpunkte und war für sein Ergebnis und für unsere Mannschaft natürlich ärgerlich“, erklärte Lauterbach. Schlussendlich wurde es für Max Andrew ein dennoch bärenstarker sechster Platz.
Groß war die Freude bei Xenia Marie Christian, die mit ihrem Pony Wildzang's Time Light erstmalig an einer EM teilnahm. Schon der Auftakt gelang mit Platz drei in der Dressur, im Gelände belegte sie Platz 15. Im abschließenden Kegelfahren kassierte sie lediglich 3,26 Strafpunkte und konnte sich so ganz an die Spitze des internationalen Starterfeldes setzen und gewann Gold. „Xenia hat wirklich verdient gewonnen, sie war das ganze Jahr über schon gut in den Sichtungen, sehr trainingsfleißig und hat hier starke Leistungen gezeigt“, sagt Lauterbach. In dieser Altersklasse behauptete sich auch Philipp Stolzenberger mit Galileo. Auch dieser junge Mann aus Sandhausen wusste zu überzeugen und schaffte den Sprung in die Top10. Am Ende beendete er die Europameisterschaften auf Platz acht. Zoe Fajar-Hellegers mit Nayla und Wiebke Wolters mit Akito folgten auf den Plätzen zehn und 22.
Bei den U25-Fahrern war Luisa Dietrich mit White Socks stark in die Europameisterschaften gestartet. In der Dressur hatte sie sich mit 68,9 Prozent Plat drei geschnappt. Am Ende wurde es nach Kegelfahren und Gelände in der Gesamtwertung ein toller neunter Platz. Die Europameister von 2022 Lisa Maria Tischer (Neu-Isenburg) und Great Dancer B wurden Elfte. In dieser Altersklasse war Deutschland ebenso in den Medaillenrängen zu finden und so freute sich Erik Wolters aus Emsdetten mit Biskitt über die Bronzemedaille.
Bei den jüngsten Teilnehmern, den Children, sicherte sich Deutschland Silber und Bronze. Sophia Ihnen fuhr mit Reitland's Feenzauber zu Silber vor Teamkollegin Tamara Faber mit Haribo. Gold ging an die Niederländerin Lotte Letteboer mit Donchelli. Eine weitere deutsche Teilnehmerin, Jörne-Sophie Wernink platzierte sich mit Golden Dancing Darling B NRW auf Rang neun. Ausscheiden musste leider der Teamfahrer Conner Bochnia it Elmohoeve's Jazz. Er kippte mit seiner Kutsche im Wasserhindernis um, aber er, sein Pony und auch sein Beifahrer blieben glücklicherweise unverletzt.
Als i-Tüpfelchen ging das deutsche Team auch in der Mannschaftswertung nicht leer aus. Das deutsche Team reiste als Vize-Europameister nach Schweden und konnte sich auch dank starker Leistungen in den verschiedenen Altersklassen wie schon 2022 wieder eine Mannschafts-Medaille sichern – dieses Mal knapp Bronze mit 367,64 Punkten hinter dem Team aus Ungarn, das auf 367,18 Punkte kam. Team-Gold ging an die Niederlande mit 350,02 Punkten. „Es wäre fast noch Silber geworden, aber wir sind zufrieden, dass wir überhaupt noch Bronze geholt haben, nachdem zwei unserer Mannschaftsfahrer im Gelände Probleme hatten. Die Niederländer haben zu Recht gewonnen, sie waren wirklich stark, dass müssen wir neidlos anerkennen“, so der Jugend-Bundestrainer Dieter Lauterbach nach der EM.
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