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von Mona-Sophie Wieland am Sonntag, 21.07.2024 um 18:22

EM-Springen: Alia Knack schlägt sich tapfer

Für Alia Knack lief es bei der EM nicht ganz optimal.  /  © Monique de Smit

Es sollte einfach nicht sein und dennoch sollte Alia Knack nun wahrlich nicht verzagen: Bei der Nachwuchs-EM in Kronenberg durfte die amtierende Deutsche Meisterin in der U21-Altersklasse im Junge Reiter Team die deutschen Farben vertreten. Dabei bildete die neunjährige Vigo’s Cornetta ihre vierbeinige Championatspartnerin. Nach dem Tod von ihrem Erfolgspartner Clifton D’Argilla hatte sich Alia Knack schnell zurück gekämpft und in den letzten Monaten im Sattel der Stute schon für etliche starke Erfolge gesorgt. Das EM-Ticket bildet dann das i-Tüpfelchen der noch jungen gemeinsamen Karriere und alleine schon die EM-Nominierung sollte nach wie vor als wahrliche Meisterleistung eingestuft werden.

In Kronenberg angekommen sollte es für Alia Knack einfach nicht so richtig laufen. Nach einem Missverständnis am Wassergraben im Warm-Up-Springen kassierte das Paar in den folgenden Springen ärgerliche Abwürfe. Auch für Alia Knack’s Teamkollegen lief es nicht ganz optimal. Das routinierte Junge Reiter-Team ging wie schon im Vorjahr mit Johanna Beckmann (20, Löningen) mit Queen Frieda, Mick Haunhorst (20, Hagen am Teutoburger Wald) mit Striewes Constanze und Magnus Schmidt (20, Naumburg) mit Miss Balou an den Start, dazu mit Lasse Nölting (19, Neustadt) mit Javall Ryal K. Nach dem Zeitspringen rangierte das deutsche Team mit insgesamt 8,03 Strafpunkten an fünfter Stelle. Im ersten Umlauf dann zwar 12 Strafpunkte hinzu, dies war allerdings das zweitbeste Ergebnis aller Teams. Das Blatt wendete sich schließlich im zweiten Umlauf. Hier kamen nochmals 13 Strafpunkte hinzu: 33,03 Strafpunkte bedeuteten Platz sechs. „Nach dem ersten Umlauf des Nationenpreises lagen wir an zweiter Stelle, allerdings dicht gefolgt von anderen Nationen. Uns trennten nur Nachkommazahlen von den Verfolgern. Die Entscheidung fiel im zweiten Umlauf. Hier blieb leider nur Mick Haunhorst mit seiner achtjährigen Striewes Constanze fehlerfrei – und dann wird man eben schnell durchgereicht. Aber man sieht ja am Ergebnis, wie dicht alle beieinander lagen: Uns trennt gerade mal ein Abwurf von der Bronzemedaille“, sagte Bundestrainer Peter Teeuwen. Auch in der Einzelwertung mischte Deutschland nicht vorne mit. Mick Haunhorst wurde mit Striewes Constanze bester Deutscher auf einem starken zehnten Platz. Europameister wurde Oliver Fletcher mit Hello William. Der Brite blieb über alle Umläufe fehlerfrei.

Am Ende zeigte sich die deutsche Equipechefin Heidi van Thiel dennoch zufrieden: „„Ich habe schon viel erlebt, aber die Springprüfungen hier waren wirklich richtig schwer und gleichzeitig hatten wir riesengroße Starterfelder mit 17 Nationen bei den Jungen Reitern und 22 Mannschaften bei den Junioren. Insofern können wir mit den Leistungen wirklich sehr zufrieden sein.“ Auch Alia Knack resümierte: „Wir sind mit gemischten Gefühlen wieder gut zu Hause angekommen. Leider verlief die Woche nicht wie geplant. Mit einem ,,Missverständnis" im Warm-up konnten wir keinen guten Start ins Turnier finden. Trotzdem freue ich mich, wie Cornetta weiter gekämpft hat und dass wir es geschafft haben, drei sehr schwierige Runden in einem starken Wettbewerb zu absolvieren“. Mit den beiden ist bei den diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften mit Sicherheit zu rechnen.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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