WM Bern: Bronze für Alice Layher
Wow, wow, wow – beim heutigen Finale der Einzelvoltigierer bei den Weltmeisterschaften in Bern fand man kaum mehr treffende Superlative für die gezeigten Leistungen der Top5. Selten zeigte sich ein so stark besetztes Finale, wie es in diesem Jahr der Fall war. Mit dabei: Die Baden-Württembergerin Alice Layher.
Nach Gold bei der letztjährigen U21-WM befindet sich Alice Layher in diesem Jahr in ihrem ersten Seniorenjahr und schnappte sich zugleich ein Ticket für die Senioren-WM. Das alleine war schon ein bärenstarker Erfolg. Auch vor dem Hintergrund, dass ihre Schwester Helen Layher seit diesem Jahr als Longenführerin agiert. Vor den Weltmeisterschaften beschrieb Alice Layher ganz bescheiden ihr Ziel: „Ich möchte die WM genießen und drei saubere Runden turnen“. Diese Zielsetzung hat die Brackenheimerin einmal mehr voll und ganz übertroffen. Nach einem guten Auftakt in der Pflicht, turnte sich Alice Layher auf dem Rücken ihres Erfolgspartners Lambic van Strokappeleken zum Sieg in der Technik. Vor der finalen Kür lag große Spannung in der Luft, da die ersten fünf Einzelvoltigierinnen in der Zwischenwertung sehr dicht aufeinander lagen und sich jeder in Tuchfüllung zu den Medaillen befand. Damit stand fest: Nerven behalten. Und das gelang Alice Layher. Die Brackenheimerin spulte mit höchster Eleganz ihre mit Schwierigkeiten gespickte Kür runter und überzeugte einmal mehr mit schwierigsten, akrobatischen Elementen. Der Lohn: 8,806. Sollte dieses Ergebnis für eine Medaille reichen? Die Antwort ist ja! Nadja Büttiker, die bislang Drittplatzierte in der Zwischenwertung, patzte, blieb zu lange auf dem Pferd und daraus folgend misslang der Abgang. In der Gesamtwertung wurde es für die Schweizerin schlussendlich Platz sechs. Damit hatte Alice Layher mit einer Gesamtpunktzahl von 8,546 schon einmal die Bronzemedaille sicher. Ihre Teamkollegin Alina Ross mit ihrem vierbeinigen Partner Baron und Longenführer Volker Ross lieferte ebenso eine bärenstarke Kür, die mit 8,930 und Silber (Gesamt: 8,635) belohnt wurde. Unschlagbar blieb die Österreicherin Eva Nagiller mit Bastion und Longenführer Tomasz Ogonowski. Eva Nagiller hatte in der Vergangenheit immer wieder mit schwachen Nerven zu kämpfen. Doch heute bewies sich die Österreicherin und turnte eine wahre Traumkür, die mit bärenstarken 9,223 Zählern und der Goldmedaille (Gesamt: 8,786) belohnt wurde. Am Ende blieb ein klares Fazit: Hut ab, vor Alice Layher, Helen Layher und Lambic van Strokappeleken. Was für eine tolle Teamleistung!
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